Wird die Nutzung von VPN-Diensten in den nächsten Jahren deutlich zunehmen?

Lange eilte VPN-Diensten der Ruf voraus, lediglich dafür verwendet zu werden, kriminelle Aktivitäten im Netz zu verbergen.
(Gino Crescoli auf Pixabay)
(Gino Crescoli auf Pixabay)

Tatsächlich aber handelt es sich hierbei um ein extrem nützliches Programm, um die eigene Privatsphäre im Netz zu sichern und weltweit unbeschränkt surfen zu können. In unserer immer stärker digitalisierten Welt könnte die Nutzung von VPNs in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.

Was ist ein VPN?

Sogenannte VPNs (Abkürzung für „Virtual Private Network“) werden eingesetzt, um Menschen verschlüsselte – und damit sichere – Verbindungen zum Internet auf verschiedenen Endgeräten zu ermöglichen. Die Verschlüsselung durch die Umleitung des Datenverkehr über einen dritten Server verbirgt Ihre Online-Aktivitäten vor neugierigen Blicken, wodurch Sie mit mehr Privatsphäre im Internet surfen können. Darüber hinaus kann ein VPN Ihre echte IP-Adresse durch eine aus einer anderen Region ersetzen, sodass Sie auf Inhalte zugreifen können, die sonst blockiert wären.

Welche VPN-Dienste sind seriös?

VPN-Dienste gibt es heutzutage wie Sand im Meer, weshalb es insbesondere für Neulinge auf diesem Gebiet schwierig sein kann, den Richtigen auszuwählen. Unter den vielen Anbietern gibt es immer einige, die ihre Software zum kostenlosen Download zur Verfügung stellen. So verlockend dieses Angebot auch sein mag, gilt es dabei Vorsicht walten zu lassen. Oft betreiben genau diese Anbieter den Datenklau, den die App an sich eigentlich verhindern soll.

Seit einigen Jahren hat sich aber auch eine Handvoll seriöser Anbieter auf dem Markt​ etabliert. Manche Apps können Sie zw ar nur gegen Zahlung eines monatlichen oder jährlichen Beitrags nutzen, doch erhalten Sie dafür absolute Sicherheit sowie zuverlässige und gleichermaßen vielfältige Funktionen auf all Ihren internetfähigen Endgeräten.

Kriminalität findet im Netz statt

Unser tägliches Leben wird zunehmend von der Digitalisierung bestimmt – das betrifft sowohl persönliche Kommunikation, als auch die Art, wie wir arbeiten und selbst die Nutzung öffentlicher Dienstleistungen. Das macht vieles einfacher und schneller, trägt jedoch gleichzeitig dazu bei, dass nunmehr ein Großteil vertraulicher und persönlicher Daten im Internet versendet und gespeichert werden: ein gefundenes Fressen für Hacker, die mit dem Klau dieser Daten Geld verdienen oder sie für andere kriminelle Zwecke missbrauchen können.

Es verwundert also nicht, dass mit der fortschreitenden Digitalisierung demnach auch die Zahl der Cyberattacken weltweit und auch in Deutschland zugenommen hat. So berichtet das BKA von einem Anstieg der Cyberangriffe in Deutschland 2021 um ganze zwölf Prozent – ein neuer Höchstwert. Die Nutzung eines VPN-Dienstes ist daher für viele Menschen nunmehr das einfachste Mittel, ihre Geräte auf einfachem Wege gegen die ständigen Attacken auf ihre Privatsphäre abzuwehren.

VPN-Nachfrage steigt weltweit an

Neben der sehr konkreten Bedrohung sowohl privater Personen als auch von Unternehmen durch Cyberattacken gibt es einen weiteren Faktor, der dazu beiträgt, dass weltweit die Nachfrage nach VPNs erwiesenermaßen ansteigt. In immer mehr Ländern wird Internet-Zensur als ein politisches Druckmittel autoritärer Regierungen genutzt, die beispielsweise soziale Netzwerke sperren oder bestimmte Nachrichtendienste.

Mithilfe von VPN-Diensten können sich die Bürgerinnen und Bürger dieser Länder in die Server anderer Regionen einwählen und somit dennoch über ihre Ländergrenzen hinweg mit der Außenwelt kommunizieren. Umgekehrt ermöglichen VPNs ebenfalls die Berichterstattung ausländischer Journalisten aus jenen Regionen und selbst für Reisende oder sogenannte Digital Nomads ist es so möglich, ihre regulären Kommunikations- und Arbeitskanäle ohne Einschränkungen zu nutzen.