Notstand: Klinikum Idar-Oberstein schließt Fachklinik Baumholder für ein Jahr

Die immensen Herausforderungen, denen sich Personal und medizinische Einrichtung derzeit konfrontiert sehen, machen dem Gesundheitswesen schwer zu schaffen. Das Klinikum Idar-Oberstein informiert, dass es seine Fachklinik in Baumholder temporär ab dem 01. Januar 2022 schließen muss.
Das Klinikum Idar-Oberstein. Foto: SHG
Das Klinikum Idar-Oberstein. Foto: SHG

Temporäre Schließung der Fachklinik in Baumholder

In einer Pressemitteilung vom 01. Dezember informiert das Klinikum Idar-Oberstein über die Schließung der Fachklinik: Das Personal und die Einrichtung sind der anhaltenden großen Belastung ausgesetzt und stehen wie „meisten medizinischen Einrichtungen“ vor immensen Herausforderungen. Daher habe man sich dazu entschlossen, die geriatrische Fachklinik in Baumholder ab dem 01. Januar 2022 für die Dauer von 12 Monaten temporär zu schließen.

Versorgung sei nicht in Gefahr

Patientinnen und Patienten aus dem Bereich der Akutgeriatrie werden für die Dauer der Schließung im Klinikum Idar-Oberstein versorgt. Es wird versichert, dass die Versorgung, die bisher in Baumholder stattfand, „keinesfalls in Gefahr“ ist. Der Bereich der geriatrischen Frührehabilitation versorgt in diesem Zeitraum keine Patientinnen und Patienten.

„Wir bedauern diese Entscheidung zur temporären Schließung der Fachklinik in Baumholder sehr“, so Verwaltungsdirektor Hendrik Weinz.

Pflegenotstand spürbar

Das Klinikum Idar-Oberstein befinde sich unter anderem wegen der anhaltenden Corona-Pandemie in einer „angespannten wirtschaftlichen Situation.“ Zudem sei der Pflegenotstand vor Ort „sehr spürbar“, berichtet Verwaltungsdirektor Weinz.

Bereits vor längerer Zeit mussten vereinzelt Stationen geschlossen werden, um Betten und Personal zu sparen. Dieses wurde an anderer Stelle eingesetzt wurde, um die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. „Um die Situation unseres Klinikums zu stabilisieren, ist die Schließung der Fachklinik in Baumholder notwendig. Sicher ist aber: unsere Mitarbeitenden werden am Standort Idar-Oberstein weiter beschäftigt“, so Weinz weiter. Alle weiteren Schritte werden in enger Abstimmung mit den Betriebsräten der beiden Standorte geplant. Die Mitarbeitenden wurden im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung informiert.