Psychiatrisches Gutachten für Verdächtigen im Mordfall von Kusel geplant

Im Fall um die getöteten Polizeikräfte im Landkreis Kusel steht der Saarländer Andreas S. (38) mittlerweile unter alleinigem Mordverdacht. Die Staatsanwaltschaft Kaiserlautern werde für ihn voraussichtlich ein psychiatrisches Gutachten beantragen.
Am 31. Januar 2022 wurden zwei Polizeikräfte während einer Verkehrskontrolle erschossen. Foto: Florian Blaes

Nach dem Mord an zwei Polizeikräften wurden am 31. Januar 2022 zwei Verdächtige festgenommen. Mittlerweile ist Florian V. (32) aus der Untersuchungshaft entlassen und der Haftbefehl aufgehoben. Damit ist Andreas S. (38) alleiniger Tatverdächtiger, die beiden Polizeikräfte erschossen zu haben. In dieser hatten sich Ermittler:innen wieder an den Tatort begeben, um die die tödlichen Schüsse der Tat nachzustellen.

Psychiatrisches Gutachten für Andreas S.

Einem Bericht des Südwestrundfunk (SWR) nach, werde die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern für den 38-jährigen Verdächtigen ein psychiatrisches Gutachten beantragen. Das habe der Leitende Oberstaatsanwalt Udo Gehring bestätigt.

Mögliche Sicherungsverwahrung

In dem Gutachten solle unter anderem geprüft werden, ob für den Verdächtigen Andreas S. bei einer Verurteilung auch eine Sicherungsverwahrung verhängt werden könne, so der SWR. Eine Sicherungsverwahrung würde bedeuten, „dass er nach dem Ende einer möglichen Haftstrafe nicht wieder auf freien Fuß kommt.“, wird im Bericht des SWR erklärt. Demnach käme Andreas S. wegen einer „Gefahr für die Allgemeinheit“ zur Verwahrung stattdessen in eine psychiatrische Klinik oder Erziehungsanstalt.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass die Ermittlungen allerdings erst abgeschlossen sein müssen, bis eine Gutachterin oder ein Gutachter tätig werde.

32-Jähriger aus Haft entlassen

Der 32-jährige Florian V. wurde Anfang März aus der Untersuchungshaft entlassen. Mittlerweile gehen die Ermittler:innen nicht mehr davon aus, dass er auf die beiden Polizeikräfte geschossen hat. Dazu schreibt der SWR, dass nicht feststehe, ob für die Untersuchung der Schuldfähigkeit ein Gutachten erstellt werde.

Artikel vom SWR (24.03.2022)