Eine wunderschöne & herzzerreißende Geschichte einer Puppe, die nach der Flutkatastrophe gefunden wurde

Jetzt kommen wir zu einer herzzerreißenden Geschichte aus dem Ahrtal – aus der Flutkatastrophe, um genau zu sein, aus Dernau.
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Jetzt kommen wir zu einer herzzerreißenden Geschichte aus dem Ahrtal – aus der Flutkatastrophe, um genau zu sein, aus Dernau.
Dernau liegt mitten im aktuellen Krisengebiet und wurde auch stark von der Flutwelle getroffen.
Dort hatte in der vergangenen Woche Michael Schulze vom Malteser Hilfsdienst e.V. aus Georgsmarienhütte eine „Baby-Annabell-Puppe“ bei Aufräumarbeiten im Bereich Dernau entdeckt, gerettet und wollte sie unbedingt ihrer Puppenmutti zurückgeben.
Hierbei wendete er sich auch an die Polizei in Koblenz, die unter anderem einen Aufruf startete. Über die sozialen Netzwerke wurde der Aufruf mehrere Tausend Male geteilt.
Am Sonntag dann der große Erfolg, die „Fahndung“ hatte Erfolg: Die Puppe gehört der vierjährigen Hannah aus Dernau und hört auf den Namen Rosi.
Die rührende Geschichte, die Rosi ihrem Finder, Michael Schulze, erzählt hat, macht Mut:
„Juchu, ich habe meine Mami wieder…
Eigentlich heiße ich ja Rosi und gehöre meiner vierjährigen Mami Hannah aus Dernau. Dort wohne ich mit den beiden Eltern und der zweijährigen Schwester.
Ich wurde bei der Flut wohl aus dem Familienauto gespült und konnte mich dann an einem Busch festhalten. Das Auto trieb dann mit der Flut weiter und ist völlig hinüber.
Ich bin allerdings eine ganz besondere Puppe und wurde von der verstorbenen Uroma vererbt. Ich glaube fest daran, dass sie auch irgendwie ihre Finger im Spiel hat.
Vielen, vielen Dank für die Hilfe aus ganz Deutschland – ich bin aktuell vermutlich die berühmteste Puppe im Land. Sogar eine Zeitung aus Luxemburg hat über mich berichtet.
Ihr glaubt gar nicht wie stressig es hier in der kurzen Zeit war. Das Telefon klingelte in einer Tour und die großen Nachrichtensender RTL und auch SAT 1 wollen über mich berichten.
Ich bin aber nicht mehr so die ‚Alte‘, wie ich vor der Flut war. Das Wasser in dem ich trieb, war nicht so gesund und war eklig. Bei meiner Leihfamilie drehte ich schon einige Runden in so einer komischen Maschine – mir wurde fast übel dabei. Na ich rieche trotzdem noch etwas.. das macht mich auch etwas traurig, da ich wohl nicht mehr so zum Kuscheln geeignet bin wie früher.
Aber was soll es… mein Kopf ist oben und ich freue mich auf meine kleine Mami. Von meiner Rückkehr werde ich euch natürlich auch berichten!
Denkt bitte immer an das Positive und verliert nie den Glauben – auch in schweren Zeiten.
Eure Rosi“

Polizei (2)