Wie verlaufen Bestattungen in der Region Trier?

Bei einer Bestattung heißt es Abschied von einem lieben Menschen nehmen. Für die Hinterbliebenen ist die Situation aufgrund des Verlustes oft sehr belastend.
Die Erdbestattung ist die gängigste Bestattungsart in Deutschland. (pixabay)
Die Erdbestattung ist die gängigste Bestattungsart in Deutschland. (pixabay)

Der Schmerz und die Trauer nehmen den Einzelnen psychisch stark mit. Dennoch ist es notwendig, sich im Todesfall mit dem Thema Beerdigung zu beschäftigen, um zeitnah notwendige und wichtige Entscheidungen treffen zu können.

Was ist unter einer Bestattung zu verstehen?

Auch wenn Sterben und Tod noch immer Tabuthemen sind, wissen wir, dass das Leben endlich ist. Müssen wir uns von einem geliebten Menschen für immer verabschieden, sind wir dennoch dankbar, wenn uns jemand bei den anstehenden schweren Aufgaben unterstützt.
Bei einer Bestattung bringt ein Bestattungsunternehmen den Leichnam einer verstorbenen Person an einem festen Ort unter. Im Falle einer Einäscherung wird die Asche des oder der Verstorbenen in die Natur ausgebracht. Häufig werden die Bezeichnungen Bestattung, Beisetzung und Beerdigung synonym verwendet. Dies ist jedoch nicht richtig, da die drei Wörter unterschiedliche Bedeutungen haben.
Die Bestattung kam als Bezeichnung erst im 17. Jahrhundert auf und ist damit jünger als die Wörter Beerdigung und Beisetzung. Das Wort stammt von „sterbliche Überreste eine Statt geben“. Bei der Statt handelt es sich um eine Zelle oder einen Standort. Damit beinhaltet das Wort Bestattung im weitesten Sinne auch die Beerdigung und die Beisetzung. Man könnte also sagen, dass die beiden Bezeichnungen Untergruppen der Bestattung sind.

Welche Aufgaben übernimmt der Bestatter?

Der Bestatter erfüllt zahlreiche Aufgaben. Die wichtigste Aufgabe besteht im Transport der verstorbenen Person. Pro Bestattung gibt es mindestens zwei Überführungen. Die erste ist der Weg vom Sterbeort zur Leichenhalle, die zweite ist der Transport des Sarges zum Friedhof. Für den Fall, dass die Angehörigen keine Bestattungsvorsorge getroffen haben, können die beiden Transporte auch von unterschiedlichen Bestattern durchgeführt werden.
Bei der Wahl des Bestattungsunternehmens spielt das Vertrauen eine große Rolle. Schließlich ist der Bestatter ein wichtiger Ansprechpartner, der gerne sämtliche Aufgaben rund um die Bestattung übernimmt. Häufig sind die Hinterbliebenen sehr dankbar für die Unterstützung, da das Koordinieren der Aufgaben sie überfordert. Dabei entscheiden die Angehörigen selbst, welche Tätigkeiten sie an das Bestattungsunternehmen abgeben und welche sie selbst übernehmen möchten. Eine Rolle spielen neben der Art der Bestattung nicht zuletzt die Kosten, die für die Leistungen des Bestatters anfallen.

Welche Arten von Bestattungen gibt es?

In Deutschland gibt es die Erdbestattung und die Feuerbestattung. Bei Ersterer handelt es sich um die klassische Form der Beerdigung, wobei ein Sarg in die Erde gelassen wird. Bei der Feuerbestattung erfolgt zunächst eine Kremation (Einäscherung). Im Anschluss wird die Asche der verstorbenen Person in eine Urne gefüllt und diese im Rahmen der Trauerfeier später in die Erde gesetzt.
Innerhalb der beiden Bestattungsarten gibt es weitere Möglichkeiten. Dies ist insbesondere bei einer Einäscherung der Fall. Neben der klassischen Urnenbeisetzung auf dem Friedhof gibt es etwa die Seebestattung oder die Bestattung auf einem Friedwald. Ein Friedwald ist ein natürliches, frei zugängliches Waldstück und ein nach öffentlichem Recht genehmigter Friedhof.

Was kostet eine Bestattung?

Bei der Wahl der Bestattungsform spielen die Kosten oft eine wesentliche Rolle. Zwar sollte der Wunsch der verstorbenen Person generell im Vordergrund stehen. Doch manchmal erlauben die eigenen finanziellen Möglichkeiten dies nicht. Eine gezielte finanzielle Vorsorge kann den Wunsch nach einer bestimmten Begräbnisart unterstützen.
Mithilfe einer Verfügung lassen sich die Wünsche für die eigene Bestattung schriftlich festhalten. Dies ist besonders wichtig, wenn es sich um eine alternative Bestattungsart handeln soll. Die Bestattungsvorsorge erfolgt wahlweise über einen Vorsorgevertrag oder eine Bestattungsverfügung. Durch regelmäßige Einzahlungen haben Vorsorgeverträge den Vorteil, dass Kosten für die Bestattung bereits gedeckt werden. Je nach Bestattungsart kommen bei einer Friedhof-Bestattung durchschnittlich Kosten zwischen 6.000 und 8.000 Euro auf die Angehörigen zu. Dies macht deutlich, wie sehr eine finanzielle Vorsorge helfen kann.
Die Gesamtkosten für eine Bestattung hängen sowohl von der Region und der Art der Bestattung als auch vom Umfang der Trauerfeier ab. Bestattungen, die auf dem Friedhof stattfinden, sind häufig am teuersten. Hier schlagen vor allem die Friedhofsgebühren zu Buche. Auch langfristig betrachtet, kostet die Pflege eines Grabes am meisten.
Bei einer anonymen Bestattung verringert sich der Preis. Hier entfällt die Trauerfeier, sodass diese Kosten wegfallen. Eine weitere Rolle spielt die Region. Ein Begräbnis auf dem Land kostet meist weniger als eine Bestattung in der Stadt. Grundsätzlich gilt: Je mehr Aufgaben die Angehörigen der verstorbenen Person selbst übernehmen, desto geringer sind die Bestattungskosten.

Die wichtigste Aufgabe des Bestatters ist der Transport des Sarges. (pixabay)

Wie ist der Ablauf einer Bestattung?

Der Ablauf einer Bestattung ist immer individuell. Die Hinterbliebenen sprechen diesen mit dem Bestattungsunternehmen im Vorfeld ab. Häufig beginnt die Bestattung mit einer Aufbahrung des oder der Toten. So erhalten die Angehörigen die Möglichkeit, persönlich Abschied zu nehmen. Der nächste Schritt ist die würdevolle Zeremonie, die der Erinnerung der verstorbenen Person dienen soll. Das Ritual kann in Form einer Totenfeier, in einer Kapelle oder einer Kirche stattfinden. Für den Ablauf können die Hinterbliebenen einen Trauerredner buchen. Anschließend wird die Zeremonie am Ort der Aufbewahrung fortgesetzt. Hier wird der Sarg in die Erde herabgelassen und mit Erde bedeckt. Aus dem Ort der Aufbewahrung wird mit dem Eindecken das Grab.

Wie ist die Gesetzeslage in Deutschland?

In Deutschland gibt es gemäß § 30 des Bestattungsgesetzes (BestattG) eine Bestattungspflicht. Das heißt, dass Verstorbene innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens bestattet werden müssen. In den Bestattungsgesetzen des jeweiligen Bundeslandes sind die jeweils geltenden Fristen zu finden. Unter die Gesetzgebung fallen auch Totgeborene.
Überdies sind das Anzeigen des Sterbefalls sowie das Stattfinden einer Leichenschau gesetzlich geregelt. Der oder die Bestattungspflichtige ist auch hierfür verantwortlich. Wer sich weigert, seine Pflichten wahrzunehmen, muss damit rechnen, dass das örtliche Ordnungsamt einschreitet.
Eine weitere gesetzliche Regelung betrifft den Friedhof. So gilt in Deutschland generell ein Friedhofszwang. Dieser ist ebenfalls in den Bestattungsgesetzen der Bundesländer geregelt. Damit die Verstorbenen ehrwürdig verabschiedet werden können, dürfen Bestattungsfeiern ferner nicht gestört werden. Wer eine Bestattungsfeier stört, muss mit hohen Strafen rechnen.