Schneekanonen am Erbeskopf erstmalig im Einsatz: Wintersport rückt näher

Erstmalig für diese Saison sind in der letzten Nacht am Erbeskopf die Schneekanonen gelaufen.
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Schneekanonen erstmalig im Einsatz 

In der letzten Nacht war es soweit: Zum ersten Mal für die diese Wintersaison wurden um 20:00 Uhr am Dienstagabend, 11.01.2022, über die Nacht hindurch, die Schneekanonen in den Betrieb genommen.

Eine Besonderheit war hierbei eine große Maschine, die dem Erbeskopf zum Test gebracht wurde und ebenfalls in der Nacht Schnee produzierte. Auf der Piste stehen nun fünf Schneekanonen, die bei Minustemperaturen ab – 2 Grad zum Einsatz kommen können. In der Nacht sind die drei Mitarbeiter Gerd Hartenberger, Michael Grewer und Andre Lehnen auf dem höchsten Berg in Rheinland- Pfalz tätig. Mit einem Schneemobil, welches auch auf erdigen Untergrund gut vorankommt, fahren sie bergauf und bergab. Immer wieder werden die Temperaturen kontrolliert und die Gegebenheiten der Schneekanonen. „Hier wird geschaut, wie wir beschneien können. Ob eher nass oder mehr trocken und das stellen wir in der Maschine ein“, erklärt Michael Grewer. Beide sind schon um Mitternacht mit den ersten Ergebnissen zufrieden.

Kanonen müssen noch einige Nächte durchlaufen 

Um den Skifahrer:innen eine gute Piste zu ermöglichen, müssen die Schneekanonen mindestens 80 Stunden im Einsatz gewesen sein. Das heißt, es muss in den kommenden Nächten kalt mit Minusgraden sein. So könnten dann Wintersportfreunde auch bei Plusgraden tagsüber auf ihre Kosten kommen.

„Bis wir zum ersten Mal den Berg frei gegen können, wird es noch dauern, wir versuchen unser Bestes und hoffen auf gutes Wetter“, blickt die Leiterin des Zweckverbandes VG-Bürgermeisterin Vera Höfner zuversichtlich in die Zukunft.  Sie kam auch in der Nacht zum Berg, um sich einen Eindruck von der Arbeit der Mitarbeiter vor Ort zum machen. „Die Schneekanonen laufen, das ist zur Zeit aufgrund der niedrigen Temperaturen möglich. Sie dienen zum Einem den routinemäßigen Testzwecken (Funktionsfähigkeit), wie auch der Produktion des Kunstschnees. Wann wir mit dem Liftbetrieb starten können, ist zur Zeit noch nicht abzuschätzen. Ein möglicher Start hängt vor allem von der Entwicklung der Witterungslage ab, Frost und Schnee“, so Höfner.

Wasser des Berges wird wieder zurückgegeben 

Über das ganze Jahr verteilt sammelt der Erbeskopf unten im Tal in großen Wasserreservoiren das Regen- und Grundwasser des Berges. Dieses wird dann über die Schneekanonen quasi wieder dem Berg zurückgegeben. Lediglich der Strom für die Maschinen wird benötigt.

Wenn man auf den Wettertrend schaut, sieht man, dass es in den kommenden Tagen in der Nacht weiterhin bei Frost bleibt. Tagsüber wird es leichte Plusgrade geben. Ab der kommenden Woche soll es dann nochmals spürbar kälter werden. Ein Skiliftbetrieb bereits am Wochenende wird wohl noch nicht möglich sein. Es ist aber zu erwarten, dass der Erbeskopf wieder von Spaziergänger und Rodelfans erobert wird.