Schulbus-Unfall am Martinsufer in Trier: Fahrer sowie mehrere Kinder und Jugendliche verletzt

Heute Morgen ist ein Schulbus am Martinsufer frontal gegen einen Baum gefahren. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren neben dem Busfahrer 35 Kinder, Jugendliche und eine junge Erwachsene anwesend.
Der Schulbus mit 36 Personen ist am Martinsufer gegen einen Baum gekracht. Foto: newstr
Der Schulbus mit 36 Personen ist am Martinsufer gegen einen Baum gekracht. Foto: newstr

In der Nähe der Kaiser-Wilhelm-Brücke ist am Mittwochmorgen, 30.03.2022, gegen 07:25 Uhr ein Schulbus verunglückt. Die Buslinie 25 des VRT fuhr von Pallien über die Brücke gefahren und fuhr frontal gegen einen Baum in der Straßenmitte.

Zuvor war der Bus mit der Linie 25 im Sauertal unterwegs mit dem Ziel in Trier. Hier hat er Kinder in Ralingen, Olk, Kersch, Udelfangen, Trierweiler, Sirzenich, Trier Hochschule und Pallien eingeladen.

Mehrere Verletzte

Neben dem Busfahrer waren 35 Kinder, Jugendliche und eine junge Erwachsene im Bus. 11 Kinder und Jugendliche wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht und dort behandelt – ein Kind wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Unter den Verletzungen waren viele Prellungen, Platzwunden am Kopf, Gehirnerschütterungen, Schleudertraumata oder Zahnverletzungen. Der Busfahrer wurde ebenfalls verletzt ins Krankenhaus gebracht, für ihn besteht keine Lebensgefahr.

In der Toni-Chorus-Halle, an den berufsbildenden Schulen wurden 23 Kinder und Jugendliche betreut. Auch hier wurden einige, allerdings leichtere Verletzungen wie Schürfwunden oder Prellungen, vor Ort von Ärzten und Rettungskräften behandelt.

Ein Junge, der ebenfalls im Bus war, hatte sich unmittelbar nach dem Unfall unbemerkt von den Rettungskräften schon von der Unfallstelle entfernt und noch seine Schule aufgesucht. Weil er im Laufe des Vormittags Kopfschmerzen bekam, wurde er von den Eltern abgeholt und zu einem Arzt gebracht. Es geht ihm aber den Umständen entsprechend wieder gut.

Unfallursache unklar – Gutachten in Auftrag

Zur Unfallursache liegen derzeit noch keine Informationen vor. Die Polizei hat die Ermittlung zur Unfallursache aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Trier hat darüber hinaus einen Gutachter mit der Rekonstruktion des Unfallgeschehens beauftragt.

Der Bus ist frontal gegen den Baum geprallt. Foto: newstr

Anlaufstelle und Infotelefon eingerichtet

Schnell wurde von den Rettungskräften für die Eltern betroffener Kinder in der Toni-Chorus-Halle (Ausoniusstraße 5) ein Anlaufpunkt hergerichtet. Diese wurden vor Ort rettungsdienstlich betreut – Notfallseelsorger waren ebenfalls vor Ort. In der Halle wurden neben den Eltern 22 Kinder betreut und ärztlich untersucht, bevor sie in die Obhut ihrer Eltern übergeben werden.

Zusätzlich hat die Stadt Trier ein Infotelefon eingerichtet: 0651/718-1817. Unter der Nummer wird Eltern Auskunft erteilt, ob ihre Kinder bei dem Unfall verletzt wurden und wo sie sich aufhalten.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Trier, Stadtratsmitglieder und der Landrat des Landkreises Trier-Saarburg Stefan Metzdorf kamen zur Halle, um mit den Betroffenen zu sprechen und sich ein Bild der Lage zu machen.

Großes Verkehrschaos

Das Martinsufer war bis etwa 11:30 Uhr gesperrt. Die Autofahrer:innen wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Es kam zu enormen Verkehrsbinderungen und Rückstaus in alle Richtungen. Am meisten betroffen war die Zurmianerstraße. Hier kam es zu einem mehr als 10 Kilometer langen Rückstau bis auf die A 602 in Richtung Kenn.

Ein Bergungsunternehmen hat am späten Vormittag den Bus geborgen, anschließend musste die StadtGrün Trier den beschädigten Baum fällen, da er in Schieflage durch den heftigen Aufprall geraten war.

Einsatzkräfte vor Ort

Im Einsatz waren mehr als 130 Kräfte der Berufsfeuerwehr Wache I und II, der Löschzug Olewig. Der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr, die Leitstellenverstärkung der Region Trier, Rettungs- und Krankenwagen aus Trier, Konz, Schweich, Ehrang, Saarburg. Notärzte aus Trier, Ehrang und Saarburg. Die Schnelle Einsatzgruppe des Rettungsdienstes der Stadt Trier (SEG) von DRK, Malteser und ASB. Der Leitende Notartz (LNA), Organisatorische Leiter (OrgL), Notfallseelsorger, Polizei Trier, Gutachter und Bergungsunternehmen. Zudem die SWT, StadtGrün und die zuständigen Busunternehmen.

Alle Bilder des Schulbus-Unfalls:

Pressesprecher Ernst Mettlach über den Unfall:

Pressemitteilung Stadt Trier, Polizei (30.03.2022) und eigener Bericht