Sicherheitspoller in Trier: Transponder aktivieren Absenkung

Am Montag, 04. Oktober, begann die Umsetzung des urbanen Sicherheitskonzepts rund um den Domfreihof. Dieser bildet mit den angrenzenden Straßen eine von zehn Zonen in der Fußgängerzone, in der das Sicherheitskonzept umgesetzt wird.

Die Arbeiten am Domfreihof sind bereits im Gange. Foto: Andreas Sommer

Die Baumaßnahmen für das urbane Sicherheitskonzept um den Domfreihof haben am 04. Oktober begonnen. Ziel des urbanen Sicherheitskonzepts mit teilweise absenkbaren Sicherheitspollern ist es, unberechtigt Fahrzeuge nach den erlaubten Lieferzeiten aus der Fußgängerzone zu verbannen. Nur noch berechtigte Personen können mit dem Auto in die Fußgängerzone fahren, dazu zählen beispielsweise Anlieferer:innen für den Einzelhandel. Die Rathaus Zeitung erklärt, wie das neue Konzept mit Transpondern funktionieren soll.

Neue Lieferzeiten

Der Zeitraum für den Lieferverkehr in der Fußgängerzone wird eingeschränkt: dieser kann zwischen 6 und 11 Uhr durch die dann abgesenkten Poller in eine der zehn Zonen einfahren. Bewohnerinnen und Bewohner, die über einen Stellplatz verfügen, die Stadtreinigung sowie Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst erhalten eine dauerhafte Zufahrtsberechtigung.

Transponder an Windschutzscheibe

Ein Transponder wird an der Windschutzscheibe befestigt, der bei Annäherung automatisch dazu führt, dass die beweglichen Poller herabsinken. Wer keine dauerte Zufahrtsberechtigung erhält, beispielsweise Handwerker:innen, Gebäudereinigende, Baufirmen oder Brautpaare auf dem Weg zum Standesamt im Turm Jerusalem, kann eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Diese wird durch die Straßenverkehrsbehörde ausgestellt und funktioniert mithilfe des Handys. Vor der Einfahrt muss sich angemeldet werden, danach erkennen die Polleranlagen die hinterlegte Telefonnummer und öffnen automatisch. 

Dutzende Poller in der Innenstadt

Die Bauarbeiten laufen, bald prägen die silbernen Hochsicherheitspoller der Firma Zabag das Stadtbild. Mit einer Höhe von 1,10 Meter und einem Durchmesser von 30 Zentimetern können sie laut Herstellerangaben einem Anprall von über 3000 Kilojoule standhalten. Zudem enthalten die absenkbaren Poller mit LED-Beleuchtung.

Stadtkarte mit der Zone 3 und den geplanten Barrieren. Bild: Stadt Trier

Überblick Zone 3: Dromfreihof

  • Standort 7 (Sieh um Dich): Feste Hochsicherheitsblockade zur Sicherung der Fußgängerzone
  • Standort 8 (Windstraße): Demontierbare verkehrsregulierende Barriere, Abgrenzung zur Zone 4.
  • Standort 10 (Sternstraße): Versenkbare verkehrsregulierende Barriere, Abgrenzung zur Zone 2.
  • Standort 12 (Liebfrauenstraße): Versenkbare Hochsicherheitsblockade zur Veranstaltungssicherung.
  • Standort 13 (An der Meerkatz): Versenkbare Hochsicherheitsblockade zur Sicherung der Fußgängerzone.
  • Standort 14 (Am Breitenstein): Feste Hochsicherheitsblockade, Abgrenzung zur Zone 5.

Zurzeit wird das Sicherheitskonzept an den Standorten 7 und 12 umgesetzt. Sie sollen bis zum 01. Dezember 2021 fertiggestellt sein, damit die Sicherheit der Weihnachtsmarktbesuchenden in diesem Jahr gewährleistet wird. Danach folgen die Standorte 8 und 10, welche bei guter Witterung bis zum Frühjahr 2022 abgeschlossen sein könnten. Die Umsetzung dieser beiden Standorte (8 und 10) ist abhängig von Veranstaltungen (Weihnachtsmarkt).
Die Ausführung der Standorte 13 und 14 muss mit dem barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen in der Konstantinstraße koordiniert werden, sodass eine Fertigstellung voraussichtlich erst zum Jahresende 2022 erfolgen kann.