Stadtwerke Trier für Nachhaltigkeitsaward nominiert

Die Stadtwerke Trier sind wieder im Rennen um eine bundesweite Auszeichnung. Mit dem Projekt „Regionales Bioerdgas aus der Eifel“ stehen sie im Finale für den ZfK-Nachhaltigkeitsaward in der Kategorie „Energie“.

Biogasaufbereitungsanlage in Bitburg. Foto: SWT

ZfK-Award: Zeitung für Kommunale Wirtschaft

Mit dem Projekt „Regionales Bioerdgas aus der Eifel“ haben sich die Stadtwerke Trier für das Finale des ZfK-NachhaltigkeitsAwards in der Kategorie „Energie“ qualifiziert. „ZfK ist die Abkürzung für die Zeitung für Kommunale Wirtschaft, ein wichtiges Leitmedium aus unserer Branche.“, heißt es dazu auf der Webseite der Stadtwerke. Mit dem zum dritten Mal vergebenen Preis will die ZfK die Anstrengungen kommunaler Unternehmen für den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz herausstellen.

Abstimmung bis 23. Januar 2022

Um die Auszeichnung am Ende auch zu gewinnen, „brauchen wir jetzt ihre Hilfe“, so die SWT. Bis zum 23. Januar 2022 kann auf der Internetseite der ZfK für das Projekt abgestimmt werden. Bei der Auszählung zählen die Stimmen der Leserinnen und Leser 60 Prozent, die der Redaktion 40 Prozent. Hier geht es zur Abstimmung.

Neben den Stadtwerken Trier sind in der Kategorie „Energie“ fünf weitere Unternehmen nominiert.

Das sind die Konkurrenten:

Projekt „Regionales Bioerdgas aus der Eifel“

Die Stadtwerke Trier erklären, wieso ihr Projekt für den Award nominiert ist. Seit Sommer 2020 produzieren sie „regionales Bio-Erdgas in der Eifel“. Dafür werde Biogas von sieben vorhandenen Biogasanlagen eingesammelt, anschließend in einer neu gebauten Aufbereitungsanlage zu Bio-Erdgas veredelt und in das Erdgasnetz eingefügt.

Nach eigenen Angaben gelingt ihnen so:

  • fossiles Importgas zu verdrängen und den CO2-Ausstoß zu reduzieren.
  • das Bio-Erdgas in anderen Sektoren flexibel einzusetzen, zum Beispiel als regenerativen Kraftstoff für Nutzfahrzeuge, für die hocheffiziente Wärmeerzeugung bis hin zur bedarfsgerechten Rückverstromung.
  • eine wirtschaftliche Perspektive für die Betreiber von Biogas-Anlagen zu schaffen, deren staatliche Förderung über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ausläuft.
  • vorhandene Blockheizkraftwerke an den dezentralen Biogasanlagen als zusätzliches Flexibilitätsoptionen zu nutzen (Steuerung durch KI).
  • optimale Voraussetzungen für den Aufbau einer Power-to-Gas-Anlage zu schaffen, mit der man perspektivisch regionalen Überschuss-Strom aus Sonne und Wind nutzen kann.

Das Projekt sei in anderen Regionen mit ähnlicher Struktur übertragbar. Ein Folgeprojekt im Norden der Eifel sei bereits in Planung.