Stichwahl in Trier-Saarburg: Wahlkampf der Landrats-Kandidaten

Der Wahlkampf ist noch nicht vorbei: Am 10. Oktober soll sich in einer Stichwahl zwischen Stefan Metzdorf (SPD) und Günther Schartz (CDU) entscheiden, wer den Kreis Trier-Saarburg als Landrat vertreten wird.

Stefan Metzdorf (SPD) und Günther Schartz (CDU) treten in einer Stichwahl gegeneinander an.

Am vergangenen Wahlsonntag, 26. September 2021, konnte sich keine:r der fünf Kandidierenden im ersten Wahlgang durchsetzen. Stattdessen entwickelte sich das Wahlergebnis zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen:
Der amtierende Landratskandidat Günther Schartz (CDU) erhielt 31,3 Prozent der Stimmen, der kandidierende SPD-Kandidat Stefan Metzdorf lag mit 32,4 Prozent der Stimmen vorn. Damit hat keiner der beiden Bewerber die absolute Mehrheit erreicht.

Stichwahl am 10. Oktober 2021

SPD-Kandidat Stefan Metzdorf:

Der zweite Wahldurchgang soll entscheiden, wer das Amt des Landrats im Kreis Trier-Saarburg führen wird. Bereits am Wahlabend sprachen die beiden Bewerber über ihre Pläne, wie sie in den kommenden zwei Wochen Wählerstimmen gewinnen wollen. Das Ergebnis habe gezeigt, dass es eine „Wechselstimmung“ im Landkreis gibt, sagte Stefan Metzdorf am Sonntagabend. In den nächsten Tagen wird der Ortsbürgermeister von Gusterath wieder „von Tür zu Tür gehen“, um auch die Wählerinnen und Wähler von seinem Konzept eines „nachhaltigen Landkreises“ zu überzeugen, die im ersten Wahlgang nicht für ihn gestimmt haben. Themen wie Klima- und Umweltschutz müssen im Landkreis stärker vorangetrieben werden.

Freie Wähler unterstützen Stefan Metzdorf

Ihr Kandidat Tim Kohley hatte nur 18 Prozent der Stimmen am Wahlabend erhalten. Nun haben die Freien Wähler sich in einer Pressemitteilung dafür ausgesprochen, dass sie den SPD-Kandidaten Stefan Metzdorf unterstützen werden. Nach mehr als 15 Jahren mit Günther Schartz als Landrat brauche es Veränderung im Landratsamt und Erneuerung in der Politik. Sie sind der Meinug, dass mit Stefan Metzdorf als „Landrat der Landkreis Trier-Saarburg sehr gut vertreten sein wird und notwendige Erneuerungsprozesse auch konsequent angestoßen und umgesetzt werden.“

CDU-Kandidat Günther Schartz:

Amtsinhaber Günther Schartz ist überzeugt, dass die Ergebnisse der Bundestagswahl sich auch auf der Kommunalebene widergespiegelt haben. Das Ergebnis sei für ihn „nicht zufriedenstellend“, aber er werde mit dem Ergebnis arbeiten und die kommende Zeit nutzen, um auf die angetretenen „politischen Gruppierungen“ zuzugehen, sein Marketing zu verstärken, sein Amt sowie seine Person vorzustellen. Er blickt auf 16 Jahre Amtszeit zurück und möchte auf seine Erfahrungen in der Führungsposition aufbauen.