Straßenmeistereien für Wintereinbruch gewappnet

In knapp zwei Wochen beginnt der Winter nach meteorologischer Zeitrechnung. Für die bevorstehende Wintersaison haben die Straßenmeistereien im Land bereits ihre Vorbereitungen getroffen.
Ein Räumfahrzeug vom Winterdienst fährt bei Schneefall auf einer Straße. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt
Ein Räumfahrzeug vom Winterdienst fährt bei Schneefall auf einer Straße. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt

Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) hat sich für die Wintersaison gewappnet: die nötigen Vorkehrungen für den bevorstehenden Winterdienst sind getroffen.

Vorbereitet in die Wintersaison

Die Winterdienstfahrzeuge stehen für den Einsatz bereit und landesweit sind die rund 130 Salzhallen und Silos komplett gefüllt, erklärt Franz-Josef Theis, stellvertretender Geschäftsführer des LBM. „Denn auch in den Wintermonaten muss die Funktionsfähigkeit unseres rheinland-pfälzischen Streckennetzes für jeden einzelnen Verkehrsteilnehmer sichergestellt sein“, betont er.

Knapp 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 57 Straßenmeistereien sorgen im Winter dafür, dass Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zwischen 6 Uhr und 22 Uhr befahrbar bleiben. Dabei kommt laut LBM modernste Streutechnik zum Einsatz, die möglichst umweltschonenden Einsatz von Streumitteln und gleichzeitig eine höchstmögliche Sicherheit für den Straßenverkehr garantiert.

Freie Straßen mit moderner Technik

Der LBM setzt nach eigenen Angaben auch in diesem Winter auf innovative Technik gegen glatte Straßen: Auf stark befahrenen Bundesstraßen wird präventiv Sole gesprüht, um die Bildung von Reifglätte sowie leichter Eisglätte bereits vor der Entstehung zu verhindern. Diese Streutechnik ist umweltschonend und maximiert die Verkehrssicherheit auf den Straßen.

Bei der Flüssigstreuung verteilen Sprühdrüsen reine Salzsole gleichmäßig auf die Fahrbahn. Diese verbleibt dort selbst bei starkem Verkehr. Vorreiter ist die Autobahnmeisterei in Mendig. Sie gehörte 2010 zu bundesweit vier Meistereien, die zusammen mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in einem Pilotprojekt die Flüssigstreuung erstmals in Deutschland angewendet hatten.

Bei stärkerer Eisglätte und bei Schneefall wird das klassische Feuchtsalz 30 verwendet, bei dem Streusalz mit Sole bereits auf dem Streuteller befeuchtet wird.

Bei Eis und Schnee gilt immer: Vorsichtig fahren

Die beste Winterdienstorganisation garantiert jedoch keine uneingeschränkte Schnee- und Eisfreiheit der Straßen. Die Streu- und Räumfahrzeuge des LBM können nicht überall gleichzeitig sein. Alle Verkehrsteilnehmerinnen und -nehmer werden gebeten, bei Schnee und Eis vorsichtig zu fahren. Eine dem Straßenzustand angepasste Fahrgeschwindigkeit vermindert das Unfallrisiko – auch Winterreifen sollten ein Muss sein.

Räumfahrzeuge brauchen Platz

In engen Ortsdurchfahrten werden in der Winterzeit teilweise Parkverbote angeordnet, um eine ausreichende Fahrbreite für die Winterdienstfahrzeuge mit Räumschild zu gewährleisten. Fahrzeugführende sollten gerade in der Wintersaison darauf achten, dass beim Parken an oder auf der Straße eine ausreichend breite Fahrgasse bleibt, um den Winterdienst nicht zu beeinträchtigen.

Zahlen zum Winterdienst auf einen Blick

Insgesamt stehen 477 Winterdienstfahrzeuge bereit: 222 eigene Fahrzeuge des LBM und 255 Unternehmerfahrzeuge, die speziell für den Winterdienst angemietet sind. In den landesweit rund 130 Salzhallen und Silos des LBM lagern bis zu 104.000 Tonnen Streusalz. Bei Bedarf können die Salzlager rund um die Uhr aufgefüllt werden.

Übrigens: Vergangenen Winter wurden circa 81.000 Tonnen Streusalz verbraucht. Im Winter 2020/2021 waren es laut LBM circa. 129.000 Tonnen. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Winter 2019/2020 (56.000 Tonnen). Trotzdem ist der Verbrauch von 2021 noch weit unter dem Rekord-Jahr 2009/2010. Damals lag der Salzverbrauch bei 192.000 Tonnen – das ist der höchste Verbrauch seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 50 Jahren. Knapp dahinter folgt der Winter 2012/2013 mit 190.000 Tonnen.

 

Mitteilung Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (16.11.2022)