Teil 2: Spendenübergabe im „Haus der Solidarität“ in Bad Neuenahr

Mit großer Verspätung sind wir am späten Dienstagnachmittag gegen 14 Uhr in Bad Neuenahr- Ahrweiler am „Haus der Solidarität“ angekommen.

Das Bild zeigt mich Redakteur Florian Blaes mit der Managerin des Hauses beim ausladen

Mit großer Verspätung sind wir am späten Dienstagnachmittag gegen 14 Uhr in Bad Neuenahr- Ahrweiler am „Haus der Solidarität“ angekommen. Unterwegs sind wir am Nürburgring vorbeigekommen und waren schon völlig erstaunt über die Struktur am Ring mit den tausenden von Einsatzkräften. Überall ob links oder rechts standen hunderte Fahrzeuge jeglicher Art von Helfern. Aber der Weg ging noch eine Weile, da wir versuchten auf direktem Wege zum Abladeort zu kommen, ohne direkt durch das Katastrophengebiet fahren zu müssen. Und am Ende gelang es uns auch glücklicherweise reibungslos. Winkend und strahlend wurden wir bereits von Melina, einer Helferin des Hauses und mit der ich den ständigen Kontakt hatte, erwartet und empfangen.

Im strömenden Regen und während eines starken Gewitters haben wir die beiden Transporter ausgeräumt und die Hilfsgüter an ihren Platz gebracht. Hierbei wurden wir von zahlreichen Helfern unterstützt. Es brauchte nicht lange, bis beide Fahrzeuge ausgeräumt waren. Nun durften wir uns im Keller, in der eingerichteten Mensa stärken und etwas essen. Es gab Nudeln mit Currywust und bester Soße. Währenddessen stellte sich mir die Managerin des Hauses Sabine Ulrich vor. Auch beim Essen kamen immer wieder betroffene Menschen, Helfer (wie zu unserem Zeitpunkt eine Polizeistreife und die Bundeswehr) zum Essen. Was mich erstaunte- während wir am Essen waren, kamen zwei Ärzte in Begleitung mit Arzthelfern und der Bundeswehr und haben unkomplizierte Tetanus- Impfungen angeboten. Ohne viele Formulare und Bürokram. Man bekam den Aufkleber, um dann selbstständig ins Impf- Buch zu kleben. Klasse Aktion! Das Angebot wurde gut angenommen.

Ich zog mich kurz mit der Managerin in ihr kleines Büro zurück und wollte erfahren, wie das „Haus der Solidarität“ entstanden ist und was man sich genau darunter vorstellen kann. Hier empfehle ich unser Youtube-Video mit dem gesamten und interessanten Interview: Haus der Solidarität: Hilfe für Flutopfer im Ahrtal – YouTube

Wir waren einfach begeistert von der Hilfsbereitschaft, die hier geschaffen wurde. Und die Lieferung an Hilfsgüter war derart groß, dass sie zwei Garagen auf der anderen Straßenseite mitbenutzen mussten. Es wurden die Nachbarn gefragt, ob man unterstellen darf und es wurde, ohne zu zögern Platz geschaffen uns ja gesagt. Und immer wieder kamen freiwillige Helfer, um z.B. eine Schaufel mitzunehmen. Helfer-für- Helfer KLASSE!

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