24 Stunden dauert nun der Einsatz in Zerf an, Gas strömt weiter aus (Stand 19:30 Uhr)

In Zerf kam es zu einem Großeinsatz aufgrund von ausströmendem Gas.
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Es ist ein Einsatz der Superlative, wie es ihn im Hochwald und der gesamten Region Trier so noch nicht gab, da ist sich der Einsatzleiter Thorsten Marx sicher.

Er leitet mit seinen Wehrleiterkollegen Thorsten Petry und Helge Schmitt den Einsatz in Oberzerf. Dieser dauert nun schon 24 Stunden an und ein Ende ist nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil. Die „Gas“-Fachkräfte sind am Nachmittag in Zerf eingetroffen. Über die Drehleiter der Feuerwehr versuchte man den Absperrhahn zu schließen. Dies misslang allerdings. Folglich wurden vom hinteren Bereich Teile des Daches abgerissen, um so einen besseren Zugang zum Tank zu bekommen. Auch das misslang. Überlegungen den brennenden Tank anzuheben und auf eine Freifläche zu transportieren wurden schnell wieder fallen gelassen. Hier sagen die Fachkräfte, dass die Gefahr einfach zu hoch ist, dass es aus irgendwelchen brenzligen Situationen zu einer Explosion kommen kann.

Am Dienstagnachmittag ist Helge Schmitt der Einsatzleiter: „Wir haben jetzt gemeinsam, die Feuerwehr und die Spezialisten, alles versucht. Leider vergebens. Uns haben die Fachkräfte eben deutlich gemacht, dass dieser Einsatz noch Stunden, Tage oder bis zu zwei Wochen andauern kann!“

Derzeit ist nicht abschätzbar, wie viel Gas bereits verbrannt ist und wie viel noch im Tank ist. Wenn es also komplett unglücklich läuft, sind die Feuerwehren noch mehrere Tage dort im Dauereinsatz. Es ist jetzt schon ein Einsatz, wie es ihn so noch nie gab.

Am Nachmittag wurden die Feuerwehrkräfte durch weitere Kräfte erneut ausgetauscht und die Drehleiter kam zum Einsatz. Man hat im Verlauf festgestellt, dass man den Tank noch mehr kühlen muss. Daher wird nun auch von oben über die Drehleiter mit großen Mengen Wasser herunter gekühlt.

Die obere Ortsdurchfahrt bleibt weiterhin voll gesperrt.

Im Einsatz waren bis zum Abend an der Spitze bis Dienstagabend (19 Uhr) rund 100 Einsatzkräfte von FEZ und Wehrleitung VG Saarburg-Kell. Die Feuerwehren aus Zerf, Greimerath, Mandern, Waldweiler, Heddert und Saarburg.