Bundespolizei Trier: 11 unerlaubte Einreisen, Spanier in Haft und ausgerissene Jugendliche

Im Rahmen von Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen am vergangenen Wochenende wurden durch die Bundespolizei Trier insgesamt elf unerlaubt eingereiste Personen festgestellt.
Symbolbild Bundespolizei
Symbolbild Bundespolizei

Im Rahmen von Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen am vergangenen Wochenende wurden durch die Bundespolizei Trier insgesamt elf unerlaubt eingereiste Personen festgestellt.

Die Personen reisten ohne die erforderlichen Grenzübertrittsdokumente sowohl über die Straße als auch Schiene von Luxemburg kommend sowie über den Flughafen Hahn ins Bundesgebiet ein.

Vier aus Nord- und Westafrika stammende Männer wurden dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugeführt. Sechs Personen reisten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder in ihre Heimatländer aus. Unabhängig davon wurden gegen alle Personen Strafverfahren eingeleitet.

In einem weiteren Fall reiste ein Nigerianer als Beifahrer in einem Fiat ein. Den 46-jährigen Fahrer habe er in Italien angesprochen und ihm 100 Euro für die Mitnahme nach Deutschland bezahlt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Geschleuste aufgefordert unverzüglich nach Italien zurückzukehren. Ein Ermittlungsverfahren gegen den nigerianischen Staatsangehörigen wegen unerlaubter Einreise und gegen den Fahrer wegen des Verdachts auf Einschleusen von Ausländern wurde eingeleitet.

Ein 19-jähriger Spanier wurde am Samstagmittag von der Fahndungsgruppe der Bundespolizei Trier im Stadtgebiet überprüft. Bereits in der Vergangenheit war er durch Widerstandshandlungen und unerlaubten Drogenbesitz aufgefallen. Aktuell besteht ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Trier. Der Heranwachsende ist verdächtig im Zeitraum August 2020 – Februar 2021 insgesamt acht Delikte – Widerstand, Körperverletzung, Beleidigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz – begangen zu haben. Nach Vorführung beim Amtsgericht Trier und Beschlussfassung – Vollzug der U-Haft aufgrund Fluchtgefahr – wurde er zur JSA Wittlich verbracht.

Kurze Zeit später wurden vier aus einer Jugendhilfeeinrichtung im Raum Trier abgängige Mädchen am Hauptbahnhof in Gewahrsam genommen. Die Minderjährigen schienen augenscheinlich alkoholisiert; freiwillige Atemalkoholtests ergaben Werte zwischen 0,52 und 0,97 Promille. Nach Rücksprache wurden die Ausreißer an die Betreuer der Jugendhilfeeinrichtung übergeben.