Erdrutsch bei Kordel: LKW in einem Kraftakt aus Grube geborgen (Fotogalerie)

Es war ein Kraftakt für alle Einsatzkräfte am heutigen Mittwoch. Nachdem am Montag ein LKW mit Anhänger und ein Auto

Es war ein Kraftakt für alle Einsatzkräfte am heutigen Mittwoch. Nachdem am Montag ein LKW mit Anhänger und ein Auto in die Tiefe stürzten (wir berichteten) wurde am Dienstag mit einem Bagger eine Rampe aus Schotter vorbereitet und gebaut.

Am heutigen Dienstagmorgen war das Bergungsunternehmen bereits schon sehr früh da und bereitete die Bergung vor. Unterdessen rückte ebenfalls die Feuerwehr aus Kordel und Rodt an und führte die Abpumparbeiten durch. Mit einem Kran wurden große Behälter in das Loch gehoben. Dort pumpte die Feuerwehr in Schutzanzügen mehr als zwei Stunden lang mehrere 100 Liter Diesel und Hydrauliköl ab. Glücklicherweise kam es im Vorfeld zu keinem Leck. Die Einsatzkraft am Abhang wurde mit mehreren Seilen gesichert. Ein Bagger legte dann im vorderen Bereich des Langholzlasters alles frei. Hier wurde weiterer Asphalt abgetragen und Erde auf Seite gebaggert. Ein kleiner Damm aus Erde wurde für den vielen abfließenden Regen errichtet.

Um 11:15 Uhr war es dann soweit. Die eigentliche LKW- Bergung konnte beginnen. Erschwert wurden die Arbeiten der Fachkräfte durch starken Dauerregen. Immer wieder kam es zu Abrutschen weiterer Erde. Mit vier Seilwinden wurde der Lastwagen festgehalten. Diese wurden an einer Forstmaschine oberhalb des Erdrutsches auf einem Waldweg gehalten. Gleichzeitig kam ein Bergekran mit Zugseil zum Einsatz. Stück für Stück- Meter und Meter wurde der LKW aus dem Loch gehoben. Dabei kam es immer wieder zu kleineren Schwierigkeiten. So blockierte zunächst eine dicke Asphaltplatte das rechte Vorderrad. Mit einem Bagger konnte diese schließlich auf Seite gehoben werden. Immer wieder kam es zu sehr starken Regenfällen. In der Entfernung hörte man wie zwei Bäume im Wald lautstark entwurzelten. Es war schon eine schwere Arbeit mit großen Gefahren.

Nach 2,5 Stunden war die Bergung erfolgreich abgeschlossen worden. Der LKW konnte aus dem Loch gezogen werden und mit einem Bergefahrzeug abtransportiert werden.

Unmittelbar nachdem das 6 Meter tiefe Loch frei war, machte sich nun auch der LBM und die Geologen an die Sichtung. Hierbei kamen sie auch zum Entschluss, dass der Erdrutsch und die Straße wieder aufgeschüttet werden. Hierbei kommt euch ein Betongemisch zum Einsatz. Diese Arbeiten werden wohl am Montag beginnen. Bis zum Abschluss aller auszuführenden Arbeiten werden wohl noch vier Wochen vergehen.

Bis dahin bleibt die Hochmark mit ihren 40 Bewohnern zunächst erst einmal von der Außenwelt abgeschnitten. Die Bewohner helfen sich untereinander, indem diese mit Geländewagen ihre Nachbarn mit nach unten holen oder das Einkaufen übernehmen. Wenn es zu Notfällen kommen sollte und der Rettungsdienst auf die Hochmark muss, wird ein Hubschrauber und die Feuerwehr mit Unimog gleichzeitig mit alarmiert.