Explosion im Tiefbunker der ART Mertesdorf löst Großalarm aus

Am heutigen Freitagvormittag 21.05.2021 gegen 10:20 Uhr kam es im Anlieferungsbereich des Tiefbunkers der Abfallbehandlungsanlage in Mertesdorf zu einem Brand.
(c) ART
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Am heutigen Freitagvormittag 21.05.2021 gegen 10:20 Uhr kam es im Anlieferungsbereich des Tiefbunkers der Abfallbehandlungsanlage in Mertesdorf zu einem Brand. Das Feuer brach in Folge einer Detonation im Förderbereich zwischen Anlieferung und Zerkleinerung aus.

Polizei und Feuerwehr waren im Großaufgebot vor Ort. Bei dem inzwischen gelöschten Brandereignis ist es zu keinen Verletzten gekommen. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens kann zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden.

Nach weiteren Information der ART hatte sich das Feuer über die Förderbänder ausgebreitet. Die Mitarbeiter vor Ort und die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen und löschen.

Im Einsatz war die FEZ, Wehrleiter und Führungsstaffel VG Ruwer. Die Feuerwehren aus Mertesdorf, Kasel, Waldrach, Thomm und Osburg. Zudem der KFI Trier- Saarburg, das DRK Schweich zur Bereitstellung und die Polizei Schweich.

Bereits im August 2016 kam es mitten in der Nacht zu einem Großeinsatz, nachdem es zu einem Brand im Tiefbunker kam.

Hintergrund
In der MBT Mertesdorf wird seit dem 07. Mai 2007 der Restabfall von rund 530.000 Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Trier sowie der Landkreise Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm und Vulkaneifel vorbehandelt. Durch mechanische Aufbereitung und biologische Trocknung werden Ersatzbrennstoffe mit dem Heizwert von Braunkohle hergestellt.

Der Tiefbunker bzw. Annahmebunker ist die erste Station für den Abfall. Er ist zehn Meter tief und hat ein Fassungsvolumen von 5.494 Kubikmetern, was 2.500 Mg (Tonnen) Abfall entspricht. Er reicht aus, um den Abfall im Falle eines Anlagenausfalls drei bis vier Tage zwischenzulagern. Im Bunkerbereich arbeitet ein vollautomatischer Anlieferkran, der unmittelbar nach der Anlieferung den Abfall aufnimmt und gleichmäßig verteilt. Dadurch wird vermieden, dass sich der Abfall hinter den Anlieferungstoren „auftürmt“. Als das Feuer ausbrach, war der Bunker etwa zur Hälfte gefüllt.