Jugendfeuerwehr Schillingen feiert ihr 30- jähriges Bestehen

Schillingen. Am 21. Februar 1988 beschloss die freiwillige Feuerwehr Schillingen die Jugendfeuerwehr Schillingen ins Leben zu rufen. Von dem damaligen
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Schillingen. Am 21. Februar 1988 beschloss die freiwillige Feuerwehr Schillingen die Jugendfeuerwehr Schillingen ins Leben zu rufen. Von dem damaligen Wehrführer Lothar Alten wurde der damalige Brandmeister Bruno Merten (jetzige Ehrenwehrleiter der VG Kell am See) zum Jugendfeuerwehrwart und die Oberfeuerwehrmänner Joachim Becker (jetzt Brandmeister) und Jörg Müller (jetzt Oberlöschmeister) zu dessen Stellvertretern ernannt. Nach einem Informationsgespräch traten 21 Jungen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren in die Jugendfeuerwehr Schillingen ein.
Am vergangenen Sonntag wurde groß gefeiert. Trotz eines Unwetters mit viel Regen und orkanartigen Böen, ließ sich die Jugendfeuerwehr es nicht nehmen ein großes Fest zu feiern. Elias Keil (14) erzählt: „Mir gefällt an der Jugendfeuerwehr Schillingen besonders der Kameradschaftliche Teamgeist und Zusammenhalt gut. Vor allem bei Übungen oder Wettkämpfen sind wir ein starkes Team. Und natürlich das man sich vorbereiten kann, später mal in der Freiwilligen Feuerwehr Schillingen Leben zu retten.“ Und genauso wurde dann auch gefeiert.
Zwölf Jugendfeuerwehren kamen nach Schillingen um in einem Wettkampf anzutreten. Die Jugendlichen der Jugendwehren traten in 11 Spielen gegeneinander an. Ein Fragebogen mit feuerwehrtechnischen und ortskundigen Fragen musste ausgefüllt werden. Im klassischen Spiel „Saugleitung kuppeln“ musste eine Staffel gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 3 und gemäß der Regeln der Leistungsspange eine Saugleitung zur Wasserentnahme aus dem offenen Gewässer aufbauen. Ähnlich diszipliniert fand ging es im Spiel „5-Längen-C“ zu. Hier mussten auf Zeit 5 C-Schläuche aneinander gekuppelt werden und zwar so, dass es keine Umdrehung im Schlauch gibt. In weiteren Spielen mussten die Jugendlichen Leinen knoten, mit einer Kübelspritze Wasser in ein Loch spritzen und Geld schätzen. In einem Spiel mussten die Jugendlichen von einem Holzstamm mehrere Scheiben Holz abschneiden, und damit so gut wie möglich ein Zielgewicht treffen. Einen Rettungszylinder der Feuerwehr Schillingen mussten die Jugendlichen versuchen ohne Hilfsmittel auf genau 35cm länge auszufahren. Das Spiel mit dem größten Gaudifaktor war wohl das waagerechte Stapeln von maximal 12 Cola-Kisten. Auf Zeit stapelten die Jugendlichen den Turm, der am Ende nur von 2 Personen gehalten werden durfte. Damit auch die Betreuer nicht zu kurz kamen, gab es für diese das Spiel „Nagelkacken“. An einem Gurt befestigt baumelt ein Seil mit einem Nagel daran. Dieser muss so oft wie möglich in eine Flaschenöffnung rein und wieder hinaus „gekackt werden“. Ursprünglich sollten alle Spiele im Freien gemeistert werden, doch wegen des Wetters wurden kurzerhand viele Aufgaben unter anderem in eine Garage, oder geschlossenen Räumen verlegt. Auch hier konnte man mal wieder sehen, das die Feuerwehr Schillingen trotz aller Schwierigkeiten, schnell umdenken können und gemeinsam einen Plan B meistern können.
Yannis Bier (14) freut sich: „Mir gefallen die vielen unterschiedlichen Aktivitäten und dass wir viel Gemeinsam unternehmen und erleben. Oft fahren wir auf Wettkämpfe, diesmal konnten wir selber einen ausrichten.“
Nach einem realen Feuerwehreinsatz, bei dem alle durch die Sirene einmal aufgeschreckt wurden, kamen auch die Ehrengäste nicht zu kurz. Zu den Gratulanten gehörten Martin Alten, VG Bürgermeister Kell am See und sein Amtskollege Jürgen Dixius, VG Bürgermeister Saarburg. Weiterhin Markus Franzen, Ortsbürgermeister Schillingen, Werner Angsten, ehem. VG Bürgermeister Kell am See (Bei der Gründung der JFW Schillingen als Bürgermeister dabei), Dennis Thiery VG Jugendwart und Torsten Marx, Wehrleiter der VG Kell am See.
„Die Feuerwehrleute von Morgen sind Kinder und Jugendliche. Jedes Kind träumt doch einmal davon Feuerwehrmann oder -frau zu werden. Diesen Traum müssen wir versuchen zu erhalten, indem wir die Kinder für die Feuerwehr begeistern. Die Jugendfeuerwehr ist dafür ein gutes Mittel. Alle am Fest Anwesenden Jugendlichen Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren könnten der Nachwuchs sein, den die Feuerwehr so dringend brauch.“ , so der Pressesprecher der Feuerwehr Schillingen Christian Scholz.

Die Platzierungen des Jugendfeuerwehrwettkampfes:
1. Pluwig- Gusterath 1
2. Pluwig- Gusterath 2
3. Lampaden
4. Mertesdorf 1
5. Heddert/ Waldweiler
6. Mandern
7. Morscheid
8. Kell am See
9. Greimerath/ Hentern/ Zerf 1
10. Mertesdorf 2
11. Greimerath/ Hentern/ Zerf 2

(Blaes)