Moselaufstieg ja oder nein?! Das sagen die beiden Landratskandidaten zur Westumfahrung

Das sagen die beiden Landratskandidaten zur Westumfahrung.

Wir haben am Mittag über die Waldbesetzung „Besch bleibt!“ berichtet. Nun lesen Sie hier die Auszüge unserer Interviews mit den zwei Landratskandidaten zur geplanten Westumfahrung.

Wie stehen Sie zur kontroversen Westumfahrung?

Günther Schartz (CDU): „Der Moselaufstieg schließt den Saar-Obermosel-Raum mit seinen rund 60.000 Einwohnern an die A 64 und damit an das deutsche und das europäische Autobahnnetz an. Da hiermit die Umwege für LKW erheblich reduziert werden, ist das aktiver Klimaschutz und ein Segen für durch Lärm und Abgase belastete Anwohner. Und – die Hochwasserlage hat es gezeigt – wir brauchen südlich von Trier eine leistungsfähige Moselüberquerung, denn Trier wird immer ein Engpass bleiben. Kommt es auch dort zur Blockade von Verkehrswegen, dann sind die Rettungs- und Hilfsmöglichkeiten massiv eingeschränkt. Natürlich entlastet der Moselaufstieg die Stadt Trier massiv von Verkehr. Und eines ist klar: Im ländlichen Raum bleibt der Individualverkehr unverzichtbar. Er wird in Zukunft weiter die zentrale Rolle spielen und bei einer klimaschützenden Antriebsart sogar eher weiter zunehmen.“
Hier können Sie sich nochmals das komplette Interview anschauen: Interview mit Landratskandidat in Trier-Saarburg Günther Schartz (CDU)
Stefan Metzdorf (SPD): „Großprojekte wie der Moselaufstieg werden die Verkehrsprobleme unserer Region leider nicht lösen, das zeigen die bisher hierzu erschienenen Studien. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass eine Moselquerung fehlt. Ein Großprojekt wie der Moselaufstieg ist nach meiner Meinung nicht mehr zeitgemäß und vorgelegte Alternativen wurden nie ernsthaft geprüft. Wichtiger ist es, Alternativen wie den ÖPNV oder Radschnellwege auszugestalten und attraktiver zu machen. Dies scheitert leider nicht selten daran, dass die Nutzer:innen die Angebote nicht ausreichend annehmen. Deshalb gilt es in unseren ländlichen Regionen neue Modelle zu entwickeln. Hierzu wäre mein Vorschlag eine Zukunftswerkstatt andenken, die vor allem für Jugendliche, aber nicht nur Ihnen, das Fahren mit dem ÖPNV – gerade mit Blick auf den Klimawandel – interessant werden lässt. Hier wird noch viel zu oft mit alten Mustern, statt mit wirklich neuen Konzepten gearbeitet.“
Hier können Sie sich nochmals das komplette Interview anschauen: Interview mit dem Landratskandidaten Trier-Saarburg Stefan Metzdorf (SPD)