Umstellung auf digitale Wasserzähler in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell

Die Verbandsgemeindewerke Saarburg-Kell werden in den Jahren 2021 bis 2026 von mechanischen Wasserzählern auf moderne, digitale Wasserzähler umstellen.

(c) Pressestelle Saarburg-Kell
Das Gebiet der Verbandsgemeinde wurde dazu in 6 Zonen aufgeteilt. Jedes Jahr wird eine Zone bearbeitet und abgeschlossen. Für 2021 wird in der Zone 1, im Zeitraum Oktober bis Dezember, die Umstellung erfolgen. Zur Zone 1 sind die Ortsgemeinden Heddert, Kell am See, Lampaden, Mandern, Schillingen und Waldweiler zugeordnet. Zukünftig entfällt dank dieser Modernisierung dann für Hauseigentümer die Pflicht, am Jahresende den Zählerstand zu übermitteln. Denn die neue Zählergeneration ermöglicht es den Verbandsgemeindewerken, den Zählerstand über Funk auszulesen. Durch die direkte Übertragung sind Ablese,- Schreib- und Übertragungsfehler praktisch ausgeschlossen.

Übertragungsfehler ausgeschlossen

Zusätzlich bieten die Zähler den Vorteil, dass zur Abrechnung immer der Zählerstand zum Ende des Tages des 31. Dezember herangezogen wird, also immer genau ein Jahr berechnet wird. Dies ist vor allem von Vorteil, wenn z.B. durch Vermieter Zwischenzähler abgerechnet werden, um Differenzen zu vermeiden. Ebenso sind durch die direkte Übertragung Ablese,- Schreib- und Übertragungsfehler praktisch ausgeschlossen. Ebenso können auftretende Fehler gespeichert und sowohl bei einer Auslesung gemeldet, als auch auf dem Zähler angezeigt werden. Sollte z.B. der Zähler innerhalb eines Tages nicht still stehen, könnte dies auf eine undichte Toilettenspülung oder eine Rohrleckage hinweisen. Eine frühe Störungserkennung hilft, Gebührennachzahlungen zu vermeiden und die Wasserreserven nicht unnötig zu beanspruchen. Da die elektronischen Zähler keine mechanischen Messwerke mehr besitzen, sind sie verschleißfrei und können mit mindestens 12 Jahren doppelt so lange als die bisherigen verwendet werden.

Sicherheit und Datenschutz werden großgeschrieben

Die neuen Zähler unterliegen den strengen Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung. So werden nur die Daten über Funk übertragen, welche die Verbandsgemeindewerke für die Abrechnung und die Fehlererkennung benötigen. Alle weiteren Daten sind zwar im Zähler gespeichert, aber nur mit Zugang zum Zähler, durch Anschluss eines Auslesegerätes, auslesbar. Dies geschieht, wenn überhaupt, nur in Abstimmung mit den Grundstückseigentümern.

Bei Funkübermittlung wird zur Zuordnung des Zählers nur die eindeutige Zählernummer verwendet, Namen und Adressen der Nutzer und Abrechnungsempfänger sind in den Zählern und den
Auslesegräten nicht gespeichert. Mit den Abrechnungsempfängern werden die Zählerdaten erst, wie bisher, auch im Buchhaltungs- und Abrechnungssystem verbunden. Jeder Zähler hat eine eigene, sogenannte 128 Bit-AEs, welcher das Auslesen der Daten durch Dritte verhindert. Die Ablesung ist nur befugtem Personal möglich.

Umstellung kostenneutral und zügig

Wie der bisherige Zählerwechsel, ist auch der Wechsel auf die neue Zählergeneration für die Kunden kostenfrei. Um die Vorteile bei Betrieb und Verbrauchsabrechnung baldmöglichst durchgängig nutzen zu können, soll die Umstellung innerhalb von 6 Jahren erfolgen.
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