Wie Ihr Hund gut durch den Winter kommt

Die meisten Hunde lieben kühleres Wetter und vor allem Schnee. Aber wenn die Temperatur unter den Gefrierpunkt sinkt, besteht die Gefahr, dass der Vierbeiner Erfrierungen erleidet.
(Foto: Brooke Cagle, Unsplash)
(Foto: Brooke Cagle, Unsplash)

Besonders für kleine Hunde kann das schnell lebensgefährlich sein.

Gefahr im Winter

Nicht wenige Hunde können es bei Schneefall kaum noch abwarten, nach draußen zu gehen. Schließlich macht das Toben im Schnee Spaß.
Wegen der besonderen Beschaffenheit der Schneekristalle riechen die Spuren anderer Vierbeiner besonders intensiv, was das Spazierengehen noch spannender macht. Folglich sollten Sie sich als Hundebesitzer darauf vorbereiten, dass die Gassirunden jetzt, wenn es nach dem Hund geht, gerne etwas länger ausfallen können.
Wichtig zu beachten ist jedoch, dass Streusalz eine Gefahr für den besten Freund auf vier Pfoten darstellen kann. Der Grund ist, dass darin Frostschutzmittel enthalten sein kann. Ist das der Fall und der Hund leckt daran, kann er sich aufgrund des nicht selten enthaltenen Ethylenglycols vergiften.
Sollten Sie Ihren Vierbeiner dabei erwischen, dass er Streusalz gefressen hat, empfiehlt es sich, Kohletabletten zu verabreichen und umgehend den nächsten Tierarzt aufsuchen. Denn unbehandelt kann es zum tödlichen Nierenversagen kommen.

Frostschutzmittel

Zudem ist daran zu denken, dass Hunde gerne mal Schnee essen. Allerdings kann auch das ziemlich schnell gefährlich werden. Denn wenn jemand während des Autofahrens die Scheibenwischer betätigt, fällt meistens auch immer etwas Flüssigkeit auf den Straßenrand.
Leider ist das giftige Mittel im Schnee so gut wie nicht zu sehen. Da Vierbeiner den süßlichen Geschmack mögen, gilt es daher besonders darauf zu achten, dass die Fellnase keinen Schnee vom Straßenrand frisst oder ableckt. Darauf gilt es nicht nur verstärkt auf der Straße, sondern auch bei Parkplätzen zu achten.

Warum es besser ist, kürzere Spaziergänge zu machen

Hunde können aufgrund der niedrigen Temperaturen eine Erkältung oder auch Blasenentzündung bekommen. Da beides ziemlich unangenehm ist, empfiehlt es sich daher, lieber mehrmals am Tag kürzere Spaziergänge statt einer großen Runde zu machen.
Um zu vermeiden, dass der Vierbeiner sich zu Hause nicht direkt auf den kalten Boden legt und sich erkältet, ist es wichtig, ihn beim Heimkommen direkt mit einem Handtuch gründlich abzutrocknen. Bei kleinen Hunden, die am Bauch schnell nass werden, kommt man um das Föhnen oft gar nicht drumherum.
Dabei empfiehlt es sich auch direkt die Pfoten auf mögliche Steinchen vom Streusalz zu kontrollieren.
Hundebesitzer machen bekanntlich alles, was in ihrer Macht steht. Dazu gehört es auch, den Vierbeiner gelegentlich zu verwöhnen. Inzwischen gibt es in Trier sogar einen Hunde-Weihnachtsmarkt.

Pflege für den Winter

Eine gute Haut- und Pfotenpflege ist im Winter unentbehrlich.
Die Pfotenballen des Hundes sind in der Regel griffig genug, um sich vor widrigen Einflüssen zu schützen. Allerdings kann es beim Spazierengehen auf gestreuten Wegen mal passieren, dass die Hornhaut reißt. Da das alles andere als angenehm für Ihren Vierbeiner ist, empfiehlt es sich auf die Ballen ein besonderes Augenmerk zu legen und diese mit speziellen Cremes zu pflegen.
Was Flöhe betrifft, machen diese auch im Winter nicht halt. Helfen können Hundetabletten oder auch pflanzliche Mittel. Wichtig zu beachten ist, dass Flöhe sich schnell vermehren und auch die Zweibeiner quälen können.
Spezielle Ergänzungsfuttermittel können dabei helfen, ein Darmmilieu zu verschaffen, welches wurmfeindlicher ist.
Zudem sind Hundebesitzer gut beraten, wenn sie eine Creme zu Hause haben, die bei Schürfwunden einfach aufgetragen werden kann.