Wahlrecht: Wer am 26. September wählen darf

In wenigen Wochen dürfen knapp 61 Millionen Menschen bei der Bundestagswahl wählen. Von den rund 250.000 Menschen, die im Landkreis

Symbolbild: Pixabay

In wenigen Wochen dürfen knapp 61 Millionen Menschen bei der Bundestagswahl wählen.
Von den rund 250.000 Menschen, die im Landkreis Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm leben, sind fast 185.000 Menschen wahlberechtigt. Am 26. September dürfen sie nicht nur für die Bundestagwahl an die Wahlurne treten oder die Briefwahlunterlagen ausfüllen, sondern geben ihre Stimme auch für die Wahl einer Landrätin/eines Landrates ab. In Trier-Saarburg treten fünf Kandidierende an, in Bitburg-Prüm muss sich zwischen zwei entschieden werden.

Demokratie = „Herrschaft des Volkes“

Das allgemeine Wahlrecht ist eines der zentralen Merkmale der Demokratie. Aber nicht alle, die wählen wollen, dürfen auch ihre Stimme abgeben. Der Anteil dieser Menschen, die keine Möglichkeit haben, eine Vertreterin oder einen Vertreter für die Gesetzgebung zu wählen, steigt in den letzten Jahren kontinuierlich an.

Wer vom Wahlrecht ausgeschlossen ist:

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Seit 1972 dürfen 18- bis 20-Jährige an der Bundestagswahl teilnehmen. Das bedeutet alle Menschen unter 18 Jahren dürfen in Deutschland nicht wählen. Erst mit dem 18. Lebensjahr erhält man das Wahlrecht. Auch an der Wahl der Landrätin oder des Landrates dürfen sie nicht teilnehmen in Trier.

Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft

Wer keine deutsche Staatsbürgerschaft hat, darf in Deutschland nicht wählen – ungeachtet ihres Wohnsitzes. In einigen anderen Ländern ist das Wahlrecht weniger streng geregelt, in Neuseeland beispielsweise darf wählen, wer seit mindestens zwei Jahren im Land lebt und über eine unbegrenzte Aufenthaltserlaubnis verfügt.
Seit 1992 dürfen allerdings bei Kommunalwahlen jene Staatsangehörige wählen, deren Herkunftsland innerhalb der EU liegt.

Deutsche im Ausland

Deutsche, die im Ausland leben, verlieren ihr Wahlrecht nicht. Sie müssen in einem Antrag lediglich nachweisen, dass sie innerhalb der letzten 25 Jahre mindestens drei Monate am Stück in Deutschland gelebt haben.

Straffällig gewordene Menschen – unter bestimmten Voraussetzungen

Vor Gericht kann das Wahlrecht aberkannt werden. Straffällig gewordene Menschen, die für schulunfähig befunden und wegen weiterer Gefährdung in die forensische Psychiatrie überwiesen werden, kriegen ihr Wahlrecht entzogen.
Außerdem kann bei Straftaten wie Wahlfälschung oder Landesverrat das Wahlrecht ebenfalls für zwei bis fünf Jahre aberkannt werden.

Nicht ausgeschlossen, aber mit Hindernissen:

Menschen ohne festen Wohnsitz verlieren rein theoretisch ihr Wahlrecht nicht. Allerdings sind sie nicht im Melderegister und damit nicht im Verzeichnis für Wahlberechtigte eingetragen und erhalten demnach keine Wahlbenachrichtigung.