Zum Saisonende: Hunde erobern Schwimmbecken im Freibad Kirn

Der vierte Hundeschwimmabend zum Abschluss der Badesaison im Kirner-Freibad hat alle Erwartungen der Stadtwerke übertroffen. Das sonnige warme Wetter und

Sebastian Schmitt/ newstr (12)

Der vierte Hundeschwimmabend zum Abschluss der Badesaison im Kirner-Freibad hat alle Erwartungen der Stadtwerke übertroffen. Das sonnige warme Wetter und die 80 Hunde samt ihren Frauchen und Herrchen übertraf viele der verregneten Sommerferientage 2021.

Ein ganzer Nachmittag Schwimmen für Hunde 

Neu war, dass das Tierschwimmen nicht am letzten Badetag in den Abendstunden stattfand, sondern einen kompletten Nachmittag. Dies kam vor allem dank des Wetterglückes so gut an, dass es vor allem zwischen 16 und 18 Uhr richtig voll wurde.

Zu spät! Erst will Buddha, ein Leonberger-Bernhardiner-Mischling, ewig nicht aus dem Nichtschwimmerbecken rauskommen. Gefühlte Ewigkeiten steht er im Wasser auf ein und derselben Stelle und beobachtet milde das Spektakel, das seine Artgenossen kläffend und paddelnd veranstalten. Fast so, als möchte er seinem Namen alle Ehre machen. Und dann, nachdem seine Besitzer ihn mit Engelszungen beschworen haben und ihn zum Verlassen des Beckens überreden konnten, kommt so schnell Bewegung in Buddha, dass Ausweichen nichts mehr hilft. Er schüttelt sich inbrünstig, und alle Umstehenden sind nass.

„Sylvia“ sorgte für neidische Blicke 

Aber unangefochtener Star im Jahnbad war definitiv Golden Retriever „Sylva“. Er legte die meisten und vor allem die weitesten Sprünge hin. Viele Herrchen die vergebens auf ihren Hund einredeten ein Bad zu nehmen, warfen neidische Blicke auf die beiden Besitzer von Sylva, Helen und Sascha Müller aus Kirn, die immer wieder den Tennisball ins Becken warfen und ihr Hund Meterweit durch die Luft flog.

Aber immer wieder gab es Hunde, die sich weigerten ins Wasser zu stürzen: Im Gegensatz zu den meisten anderen, die wie wild mit Bällen oder Ringen im Maul umherschwimmen und teils sogar in großen Sprüngen ins Wasser hechten, checkt der Welpe „Nala“ die Lage lieber von außen und bandelt mit weiteren am Beckenrand entlangschlitternden Hunden an. Ganz anders „Romy“, der 5-jährige Labrador von Carolyn Mischur, er legte ebenfalls weite Sprünge ins Becken hin. Viele Hundehalter wünschten sich, dass die Aktion, die sonst auf die letzten 30 Minuten begrenzt wurde, so wie in diesem Jahr über einen halben Tag gehen soll. Viele machten ausgiebig noch Picknick oder schwammen selbst noch eine Runde.

Es gibt auch Kritik an der Aktion 

Unterdessen gehen die Meinungen über ein solches Freizeitangebot, das bundesweit bereits in vielen Bädern stattfindet, nach wie vor deutlich auseinander. Für einige Stammbadegäste „gehören Hunde nicht ins Freibad, basta„. „Das Theater ‚um die Tretminenleger‘ sei viel zu groß“. Hundebesitzer, die dabei waren, bewerten die Veranstaltung ganz anders. „Ein fantastisch schöner Nachmittag. Unser Hund hatte so viel Spaß. Vielen Dank für die wundervolle Aktion„. Als „Riesenspaß, nicht nur für die Hunde“ und „Es war echt klasse„.

Auf Kritiker, die teilweise von „Ekel“ sprachen, reagierten einige Verantwortlichen „Hallo an alle, die es nicht kapieren: Das Wasser wird abgelassen und das Freibad schließt.“ Im Frühjahr folgen Reinigung mit Hochdruck und Desinfektion. Bis zum nächsten Jahr!