Zwei Monate Vollsperrung auf B 50 zwischen Herforst und Binsfeld

In dieser Woche beginnt eine zweimonatige Vollsperrung zwischen Herforst und Binsfeld. Die Bundesstraße (B 50) müsse dringend erneuert werden. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauarbeiten Mitte November beendet werden.
Die B 50 zwischen Herforst und Binsfeld müsse dringend saniert werden. Die Straße ist voraussichtlich bis Mitte November gesperrt. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau
Die B 50 zwischen Herforst und Binsfeld müsse dringend saniert werden. Die Straße ist voraussichtlich bis Mitte November gesperrt. Symbolfoto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Die Bundesstraße (B 50) zwischen Herforst und Binsfeld sei baulich in einem sehr schlechten Zustand. Auf der Fahrbahn seien Spurrinnen und Risse, zudem werde die Bundesstraße den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Die geplante Fahrbahnerneuerung wird unter Vollsperrung erfolgen. Die Kosten von rund 1,172 Millionen Euro trägt der Bund.

Voraussichtlich zwei Monate Vollsperrung

Wegen des schlechten Zustands der Bundesstraße beginnen am Mittwoch, 21.09.2022, die Arbeiten zur Erneuerung der Fahrbahn mit dem Einrichten der Baustelle und einer Kampfmittelsondierung. Geplant ist, die Fahrbahn auf einer Länge von circa 1.380 Metern und einer Breite von 6,70 Meter zu erneuern. „Bei entsprechender Witterung sollen die Arbeiten Mitte November zum Abschluss kommen.“, heißt es vonseiten des Landesbetriebs.

Umleitung während der Baustelle

Auch über die eingerichtete Umleitung während der zweimonatigen Bauzeit informiert der Landesbetrieb: Von Binsfeld wird der Verkehr über die L 39 Herforst und L 46  und umgekehrt umgeleitet.

Geplante Arbeiten:

Als erstes werden circa 10 Zentimeter von der bestehenden Fahrbahn abgefräst. Um die vorhandene Fahrbahnbreite zu erhalten, wird beidseitig ein Betonrandbalken eingebaut. Anschließend werden dann drei neue Schichten in einer Gesamtstärke von 20 Zentimeter aufgebaut.

Besonderheit der Baustrecke

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitales hat den Landesbetrieb Mobilität aufgefordert, Erprobungsstrecken mit temperaturabgesenktem Walzasphalt zu bauen, die der Erfahrungssammlung dienen sollen. Ab 2025 soll nach derzeitigem Stand ein neuer Arbeitsplatzgrenzwert für Dämpfe und Aerosole aus Bitumen eingeführt werden, der den Einsatz von temperaturabgesenktem Asphalt zwingend notwendig macht. Dabei gibt der Bund ein gewisses Anforderungsprofil an die Erprobungsstrecken und eine bundeseinheitliche systematische Vorgehensweise vor, damit die daraus gewonnen Erkenntnisse auch vergleichbar sind. Bei einer solchen Erprobungsstrecke werden nach einem genau vorgegebenen Muster Strecken mit konventionell gefertigtem Asphalt und mit temperaturabgesenktem Asphalt gebaut, um eine Vergleichbarkeit dieser Strecken zu schaffen.

Bisher liegt der oben angesprochene Arbeitsplatzgrenzwert bei 15mg/m3. Ab 2025 soll dieser dann auf 1,5 mg/m3 reduziert werden. Diese Schadstoffreduzierungen lassen sich nur dadurch erreichen, dass die Misch- und Einbautemperaturen der Asphaltbeläge um mindestens 20 Grad Celsius abgesenkt werden. Ziel ist es, die Viskosität, das heißt die Fließfähigkeit des Asphaltmischgutes so zu verändern, dass diese einen Einbau auch bei niedrigeren Herstellungstemperaturen zulässt. Dies geschieht durch gewisse Zusätze im Bitumen, die organisch, mineralisch oder chemisch sein können und dabei verschiedene Wirkungsweisen haben.

Doch allein durch die Absenkung der Einbautemperatur lässt sich der zu erreichende künftige Arbeitsplatzgrenzwert nicht erreichen. Zusätzlich hierzu ist es notwendig, die Asphaltfertiger mit einer Absaugeinrichtung auszustatten, damit die schädlichen Dämpfe erst gar nicht zu dem Baustellenpersonal gelangen.

 

Mitteilung Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (15.09.2022)