Schengen. Es ist 10:10 Uhr am Samstagmorgen als die beiden Außenminister von Deutschland Heiko Maas und von Luxemburg Jean Asselborn über die Grenzbrücke kommen und sich in der Mitte symbolisch treffen. Zwischen drei Fahnen der beiden Länder und der Europaflaggen machen beide klar, dass es ein „wichtiges Zeichen“ für Europa ist. Maas sagte, dass es nun nach und nach zu einer Normalisierung des Reiseverkehrs in Europa kommen wird. „Europa lebt davon, ein Europa zu sein, ohne Grenzen“ so Heiko Maas. Um Mitternacht haben alle Grenzen zu Luxemburg wieder geöffnet. Weitere Länder folgen nach und nach. In den kommenden Wochen werden weitere Gespräche mit Vertretern der Länder sein, um weitere Grenzöffnungen und Reisefreiheiten zu besprechen.
Der Außenminister Asselborn freue sich, dass sich Maas auf den Weg zum Dreiländereck gemacht hatte, betonte aber, dass er die Grenzschließungen von vorne herein für falsch gehalten hat. Viel Ärger und Unmut sei provoziert worden.
Nach ihren Statements gingen beide symbolisch über die Brücke von Deutschland nach Luxemburg und trafen sich in Schengen zu persönlichen Gesprächen ohne die Presse. Das Aufkommen und Interesse der Presse aus beiden Ländern war vor Ort groß gewesen.
Auf der Moselbrücke in Schengen waren mit dem Abkommen von Schengen 1995 Binnengrenzen und Grenzkontrollen zwischen beiden Ländern abgeschafft worden.

(Blaes)