Auch an der alljährlich stattfindenden Schleusensperre an Mosel und Saar geht die COVID-19 Pandemie nicht spurlos vorüber. Die eigentlich jedes Jahr im Frühjahr geplante Reparatur an den Mosel und Saarschleusen musste dieses Jahr aufgrund der Beschränkungen zu Zeiten von Corona in den Herbst verlegt werden.

Dieses Jahr wird es schwieriger als sonst 

Jahr für Jahr werden alle Schleusen an der Mosel und der Saar für 8-10 Tage in Absprache mit den Kollegen aus Frankreich und Luxemburg gesperrt. Um Ausfallzeiten aufgrund von Schäden an den über 60 Jahre alten Bauwerken zu vermeiden werden an diesen zehn Tagen unter Hochdruck die Schleusen gewartet und instandgesetzt. Viele unterschiedliche
Gewerke müssen oft auf engem Raum miteinander arbeiten, was aufgrund der Auflagen in Bezug auf die COVID-19 Pandemie nur sehr schwer vereinbar war.

Schleusen werden trockengelegt, gereinigt, geprüft und saniert

Mit neuen Auflagen und abgespecktem Programm findet dieses Jahr die Schleusensperre vom 21. – 30. September statt. Insgesamt fünf Schleusenkammern an Mosel und Saar werden komplett trockengelegt, gereinigt, geprüft und saniert. An den restlichen Kammern
werden überwiegend Arbeiten oberhalb der Wasserlinie ausgeführt. Besonderheit in diesem Jahr ist eine Stauabsenkung der Stauhaltung Lehmen um 1,5 Meter. Dies ist notwendig, um sicherheitsrelevante Arbeiten am Staukörper des Wehres durchzuführen.