Es kam genauso, wie es vorhergesagt wurde. In der Nacht auf Dienstag zog bis in den Dienstagmittag ein dickes Schneefallgebiet über unsere Region und brachte an die 15 cm Neuschnee in den Hochlagen. Zum Nachmittag hin wurde aus dem Schnee immer mehr Regen.

Doch bis dahin kam es zu chaotischen Straßenverhältnissen, besonders im Hochwald. Schon am frühen Morgen ging auf vielen Steigungen nichts mehr. Im Streckenabschnitt von B407 ab Waldweiler vorbei an Hermeskeil und auf die B 327 bis Morbach blieben zahlreiche LKW hängen und kamen nicht mehr weiter. Besonders betroffen hiervon war der Streckenabschnitt auf der Hunsrückhöhenstraße zwischen Hermeskeil und Malborn. Hier steckten zeitweise 10 Lastwagen fest. Auch ein Auto rutsche in den Graben.

Am Vormittag kam es dann in Morbach zu einem brisanten Unfall auf schneeglatter Straße. Hier rutsche in der Raiffeisenstraße auf einer Gefällstrecke in Autofahrer ab. Er kam links von der Straße ab, riss eine Hecke mit und kam seitlich stehend an einer Garage zum Stillstand. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Es entstand hoher Sachschaden. Auf der A1 bei Hermeskiel kam ebenfalls eine Autofahrerin von der Straße ab und blieb im tiefen Schnee im Graben stecken, Die Autobahnpolizei sicherte die Unfallstelle ab.

Völlig chaotisch wie man es im Hochwald wohl so noch nicht erlebt hatte. War es dann auf der A1 ab der AS Nonnweiler- Bierfeld bis zur AS Nonnweiler-Primstal und A 62 ab AS Nonnweiler durchgehend vorbei an Birkenfeld bis zur AS Freisen. Hier kam der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen Kaiserslautern und Trier komplett zum Erliegen.

Laut der Durchsage im Radio kam es zu einem Stau von 30 Kilometer. Auf den genannten Streckenabschnitten kamen über 200 LKW zum Liegen, rutschen in Gräben und stellten sich quer. Es ging nichts mehr. Die A 62 wurden ab Birkenfeld nach Freisen und ab Türkismühle bis Nonnweiler stundenlang gesperrt, sodass die Räum- und Streufahrzeuge sich einen Weg bahnen konnten. Und auf den Ausleitungen ging folglich auch nichts mehr. Es brauchte Stunden, bis es halbwegs wieder voran ging und die Strecke wieder frei war.

Das Problem waren die vielen Fahrzeuge, die ein Durchkommen der Räumdienste unmöglich machten. Und der Schneefall war so stark, dass das geräumte wenig später wieder Schneebedeckt war. Auch viele Autofahrer kamen nicht mehr weiter. Zum Nachmittag hin, entspannte sich die Lage.

Im Hochwald fielen am frühen Morgen zahlreiche Busse der Linien 33 und 206 aus, weil sie die Orte nicht mehr anfahren konnten. Ab 11 Uhr wurde der Betrieb wieder weitesgehend aufgenommen.

Nachdem der starke Schneefall in Regen überging wird es folglich trockener. Aber die Warmfront wird schon in der Nacht auf Mittwoch wieder verdrängt und es wird erneut deutlich kälter mit Schnee und Sonne.