Schneise der Verwüstung nach Downburst in Michelbach (Saarland)

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Michelbach. „So etwas habe ich hier in Michelbach noch nie erlebt“, so beschreibt Alois Jäckel die Minuten am Freitagabend um kurz nach 18 Uhr. Laut Augenzeugen berichten zog eine schwarze Wolkenfront vom Süden her auf. „Von einer auf die andere Minute fing es plötzlich an zu schütten. Gleichzeitig stürmte der Wind derart heftig auf. Wenn man es nicht anders wüsste, würde ich behaupten es wäre ein Tornado gewesen“ erzählt Alois Jäckels erschrocken. Der Sturm zog mit einer enormen Gewalt einmal quer durch den 850 Einwohnerort im Saarland. An 17 Häusern entstanden große Schäden, an mindestens einem Wohnhaus wurde das Dach abgedeckt und auf parkende Autos geweht. An dem betroffenen Mehrfamilienhaus war die Feuerwehr bis nach Mitternacht damit beschäftigt, das Dach vor Wassereinbruch zu schützen. An der, an Michelbach vorbeiführenden Bundesstraße268 bot sich an einem Waldstück eine Spur der Verwüstung. Hunderte von Bäumen wurden wie Streichhölzer abgeknickt oder ganz entwurzelt. Die B268 war am Abend kurzzeitig nicht mehr passierbar. Die Feuerwehr musste auch hier zahlreiche umgestürzte Bäume von der Fahrbahn entfernen. Ein großes Maisfeld wurde dem Erdboden gleich gemacht hier ist die komplette Ernte zerstört. Trotz der großen Schäden gab es glücklicherweise keine Verletzten.

Am Samstagabend kam dann die Bestätigung dass es sich nicht um einen Tornado handelte, sondern um einen Downburst (Gewitterfallböen).

(Bericht und Bilder: Blaes)