Schulbusunfall im Hochwald: 42 Betroffene, 7 Verletzte, 70 Kräfte, Großeinsatz für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei

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Mandern/ Kell. Am Mittwochmorgen um kurz vor 8 Uhr kam es auf der B407 zwischen Mandern und Hirschfederhof in Fahrtrichtung Kell am See zu einem folgenschweren Verkehrsunfall.

„Um kurz vor 8 Uhr gab es bei der Polizei den Notruf über einen Busunfall. Umgehend haben wir die Rettungskette in Bewegung gesetzt. Die Kräfte waren schnell vor Ort“ erklärt Karl- Peter Jochem, Pressesprecher der Polizei vor Ort.

Was ist passiert?

Der Schulbus hatte in Zerf die Kinder an den Bushaltestellen aufgenommen und war über die Hunsrückhöhenstraße unterwegs zur Realschule Plus nach Kell am See. „Ersten Ermittlungen zufolge hat der Fahrer während der Fahrt einen medizinischen Notfall erlitten und den Bus in den Graben gelenkt“ erläutert Karl- Peter Jochem.

Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort waren, hatten sich der Fahrer und die 40 Kinder in dem Bus schon selbstständig befreit. „Die Kinder waren sehr ruhig geblieben und haben den Bus routiniert ohne Probleme verlassen“ lobt der Landrat Günther Schartz die Vorgehensweise. Als die ersteintreffende Feuerwehr Mandern und die Polizei Hermeskeil festgestellt hatten, dass es wohl nicht allen Kindern körperlich gut ging, wurde Großalarm für den Rettungsdienst ausgelöst. „Neben dem Regelrettungsdienst wurde die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des Landkreises Trier- Saarburg mit zahlreichen Rettungsmittel alarmiert“ erklärt der Organisatorische Leiter Oliver Gorges (DRK). An der Einsatzstelle klagten die Kinder über Übelkeit und Kopfschmerzen.

An einem Sammelpunkt wurden nun alle Kinder mit Namen registriert und von den Notärzten untersucht. Da es am frühen Morgen noch kälter war, wurden auch Decken verteilt. „Die Feuerwehr hatte unterdessen die Unfallstelle großräumig abgesichert und die Bundesstraße gesperrt. Ebenso haben wir den Brandschutz sichergestellt“ erklärt Nicole Schumacher, Pressesprecherin der technischen Einsatzleitung Trier- Saarburg.

Die Technische Einsatzleitung (TEL) wurde gemeinsam mit dem stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteur Christian Neuschwander zur Koordinierung ebenfalls nachalarmiert. Diese positionierte sich bereits, während des Einsatzes auf der Bundesstraße gemeinsam mit der Führungsstaffel des Rettungsdienstes an der Sporthalle an der Realschule Plus in Kell am See. Der Schulleiter der Realschule Plus Sebastian Straßer hatte unterdessen alle Eltern über den Unfall informiert.

Wie ging es weiter?

Recht schnell hatten die Verantwortlichen an der Unfallstelle einen Ersatzbus organisiert, der dann auch recht zügig angekommen war. „Die Kinder wurden dann nach ihrer Registrierung in den warmen Bus gebracht und dort weiter medizinisch betreut und versorgt“ so Landrat Schartz. Er kam von einer öffentlichen Veranstaltung in Saarburg, gleich nach der Bekanntgabe des Unfalls an die Unfallstelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Ebenso war auch der erste Beigeordnete der VG Saarburg- Kell Martin Alten vor Ort.

Zum Zeitpunkt des Unfalls kam zufällig ein Autofahrer vorbei und leistete Erste Hilfe. Der junge Mann aus dem Hochwald erlitt ebenfalls einen Schock und wurde mit dem Bus zur Versorgung aufgenommen.

„Als alle betroffenen in dem Ersatzbus zusammen waren, ist dieser in Begleitung mit Rettungssanitäter und Notarzt zur Realschule Plus nach Kell am See gefahren“ so Nicole Schumacher TEL. In der Straße „Wiesplätzchen“ wurde der Bereitstellungsraum für die vielen anrückenden Kräfte errichtet und die Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. „Der Fahrer kam nach notärztlicher Versorgung in das Krankenhaus nach Hermeskeil“ teilt der leitende Notarzt Dr. Marx mit.

Vorgehen an der Schule?

Gegen 9:30 Uhr kam der Bus mit den Schülern am Haupteingang der Schulturnhalle an. In Begleitung des Rettungsdienstes wurden sie in die Halle geführt. Dort hatten die Kräfte des DRK und der Malteser bereits alles zur weiteren Versorgung vorbereitet. „Nach und nach wurden alle Betroffenen wieder durchgecheckt. Sechs Kinder mussten mit dem Rettungswagen nach Trier ins Krankenhaus“ so Oliver Gorges, Rettungsdienst. Die Eltern wurden in einem Klassenzimmer betreut und über die Vorgehensweise unterrichtet. Eine ortsansässige Bäckerei brachte Getränke und Essen zur Verpflegung für Kinder, Eltern und Einsatzkräfte.

„Ich bin einfach nur froh, dass der Unfall so glimpflich verlaufen ist, es den Kindern den Umständen entsprechend gut geht“ ist Sebastian Straßer, Schulleiter erleichtert. Der Landrat Günther Schartz lobt das Konzept und die Unterrichtung der Schule: „Hier kann man ganz klar sagen, dass es der Schule zu verdanken ist, dass die Kinder am Unfallort ruhig geblieben sind. Das die Schule solche unvorhersehbaren Ereignisse mit den Kindern besprochen und durchgegangen ist.“

Gegen 12 Uhr konnten alle restlichen 34 Kinder und der Ersthelfer die Schule mit ihren Eltern wieder verlassen und nach Hause gehen. „Alle Eltern sind natürlich angehalten mit ihren Kindern zum Arzt zu gehen, falls im Verlauf sich noch was zeigen sollte“ so Günther Schartz. Während des gesamten Aufenthaltes wurden die Betroffenen auch von Team der Notfallseelsorge und Notfallnachsorge betreut, sie standen als Ansprechpartner zur Verfügung, auch über den Einsatz darüber hinaus.

„Ich danke allen 70 Kräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei, sowie dem Team der Lehrkräfte für die Zusammenarbeit und Durchführung des Einsatzes.“ Dankt der Landrat Günther Schartz am Ende des Einsatzes.

Im Einsatz und vor Ort war die Feuerwehreinsatzzentrale Kell, der stellv. Wehrleiter Helge Schmitt, der stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur Christian Neuschwander. Die Feuerwehren aus Kell am See, Mandern und die Technische Einsatzleitung (TEL). Weiterhin das DRK Zerf, Konz und Hermeskeil mit dem Regelrettungsdienst und die First Responder Mandern. Der Notarzt Hermeskeil, der leitende Notarzt (LNA), der organisatorische Leiter (OrgL). Die SEG Saar- Hochwald aus Konz, Saarburg, Hochwald und Schöndorf. Weiterhin die Polizei Hermeskeil mit zahlreichen Kräften unter der Leitung von Michael Wahlen (auch vor Ort). Für die Presse war der Pressesprecher der Polizei Karl- Peter Jochem und die Pressesprecherin TEL Nicole Schumacher vor Ort.

Der Bus wird im Laufe des Tages geborgen, hier wird es wieder zu einer Vollsperrung kommen.

(Blaes)

Info: Ich bedanke mich an dieser Stelle für die gute Betreuung und Begleitung in der Pressearbeit!