Landesregierung RLP
  • Wie geht im neuen Schuljahr ab Montag an den Schulen weiter? 

Das Land Rheinland- Pfalz strebt im neuen Schuljahr einen Regelbetrieb an den Schulen an. Die Gesundheit aller an Schule Beteiligten hat oberste Priorität. Voraussetzung für die Rückkehr zum Regelbetrieb ist daher, dass das Infektionsgeschehen dies zulässt und das Abstandsgebot in den Klassenräumen aufgehoben werden kann.

Unter diesen Voraussetzungen kann der Präsenzunterricht im regulären Klassenverband und in den regulären Lerngruppen stattfinden. Es gelten die Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen des „Hygieneplan-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz“ in der jeweils gültigen Fassung. Schülerinnen und Schüler, die aufgrund eines ärztlichen Attests von der Teilnahme am Präsenzunterricht befreit sind, erhalten ein Angebot im Fernunterricht, das dem Präsenzunterricht gleichsteht.

  • Was passiert, wenn der geplante regelbetrieb nicht möglich sein sollte? 

Szenario 1: Regelbetrieb ohne Abstandsgebot

siehe hierzu auch obenstehend  „Wie geht es an den Schulen im neuen Schuljahr weiter?“
Szenario 2: Eingeschränkter Regelbetrieb mit Abstandsgebot

Aufgrund eines Anstiegs des Infektionsgeschehens werden für eine Schule, eine Region oder das Land das generelle Abstandsgebot und ggf. weitere Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen in Schulen wieder eingeführt. Damit wird ein Wechsel zwischen Präsenzunterricht und häuslichen Lernphasen erforderlich. Eine Notbetreuung ist anzubieten.
Szenario 3: Temporäre Schulschließung

Aufgrund der innerschulischen, regionalen oder landesweiten Infektionslage wird der Präsenzunterricht für einen Teil der Schule (Kurs/Klasse/Klassenstufe oder Jahrgangsstufe) oder die gesamte Schule untersagt. Der Unterricht muss ausschließlich als Fernunterricht erfolgen. Eine Notbetreuung ist bei einer teilweisen Schulschließung für die davon nicht betroffenen Schülerinnen und Schüler anzubieten.

  • Besteht weiterhin Schulpflicht? 

Ja. Auch wenn die jeweilige Schule aus Gründen des Infektionsschutzes geschlossen werden muss oder es aufgrund eines Anstiegs des Infektionsgeschehens zum Wechsel zwischen Präsenzunterricht und häuslichen Lernphasen kommt, besteht die Schulpflicht fort. An die Stelle der Verpflichtung, eine konkrete Schule zu besuchen, tritt also vorübergehend die Verpflichtung, aktiv im Fernunterricht mitzuarbeiten. Die Schulpflicht gilt uneingeschränkt.

  • Kann ich selbst entscheiden, ob mein Kind am Schulunterricht teilnimmt?

Nein. Die Schulpflicht gilt! Wird bei Schülerinnen und Schülern mit Grunderkrankungen eine Befreiung vom Präsenzunterricht für medizinisch erforderlich gehalten, ist diese durch ein ärztliches Attest nachzuweisen und der Schule vorzulegen.

  • Gibt es Wegekonzepte (Schulbeginn, Schulende, Pausen, Bustransfer) ?

Die Schulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche und/oder motorische Entwicklung haben in der Zeit der Schulschließung aufgrund der sehr unterschiedlichen Situationen und Notwendigkeiten vor Ort ihr schuleigenes Hygienekonzept einschließlich eines Wegekonzepts erarbeitet; sie konnten es im Rahmen der Notbetreuungsangebote erproben. Die Schulen haben die Möglichkeit, mit den Beförderungsunternehmen Verabredungen zu einer zeitlichen Staffelung zu treffen, die die Entzerrung der Situation bei Ankunft und Abfahrt der Schülerinnen und Schüler unterstützt. Dazu können z.B. versetzte Anfangszeiten des Unterrichts festgelegt oder die Pausenzeiten in Gruppen gestaffelt organisiert werden. Je nach Größe der Schule und der räumlichen Gegebenheiten haben die Schulen die Möglichkeit, feste größere Teilgruppen z.B. auf der Ebene der Klassenstufe, der Abteilung oder nach Stockwerk gebildet werden, die ihre Pause gemeinsam verbringen.

Text: Presseinfo Landesregierung RLP, bearbeitet Florian Blaes