Spektakulärer Unfall: Auto prallt in Wohnhaus in Hohensonne

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Hohensonne. (bla) Am frühen Donnerstagmorgen um kurz nach 6 Uhr kam es in der Kapellenstraße in Hohensonne (VG Trier- Land) zu einem nicht alltäglichen Einsatz für die Rettungskräfte.
Nach Auskunft der Polizei vor Ort war ein 64- jähriger Autofahrer etwa 100 Meter von der Einsatzstelle entfernt in sein Auto gestiegen, um Brötchen kaufen zu fahren. Aus bislang ungeklärten Gründen ist das Fahrzeug schließlich den Berg runter an einer Kreuzung, neben einem Kinderspielplatz in ein Haus geprallt. Als die Einsatzkräfte an der Unfallstelle eingetroffen waren, konnten sie die den Fahrer verletzt und zunächst nicht ansprechbar im Auto vorfinden, so die Polizei.
„Die Feuerwehr stellte sicher, dass der Fahrer nicht eingeklemmt ist, was auch der Fall war und unterstützte den Rettungsdienst bei ihren Maßnahmen“ so der Pressesprecher Feuerwehr Christian Otto. Schließlich wurde die Einsatzstelle abgesichert und großräumig ausgeleuchtet. „In dem Wohnhaus hatte der 69- jährige Besitzer ein großes Glück! Er war gerade in der Küche damit beschäftigt, Kaffee zu kochen, als das Auto links neben ihm eingeschlagen ist“ erklärt Otto. Hierbei verfehlt das Fahrzeug den Mann im Haus nur knapp. Er wurde die Trümmerteile eingeklemmt und konnte sich mit Hilfe der Frau aus der Küche retten.
Der Fahrer kam nach notärztlicher Versorgung in ein Trierer Krankenhaus. Der Hausbesitzer wurde ebenfalls verletzt.
„Für uns ist das ein nicht alltäglicher Einsatz gewesen, einen solchen Verkehrsunfall bleibt in der Erinnerung und Gott sei Dank ist hierbei nichts schlimmeres passiert“ resümiert der Pressesprecher.
An dem Auto entstand Totalschaden. Das Gebäude und die Küche wurden erheblich beschädigt. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 100.000 Euro. Während des Einsatzes war die Kapellenstraße gesperrt.
Im Einsatz war die FEZ und Wehrleiter VG Trier- Land, die Feuerwehren aus Aach und Newel. Zudem Rettungswagen der Malteser aus Welschbillig und der Berufsfeuerwehr Trier, der Notarzt Trier und die Polizei Trier.
Am Vormittag ist bereits eine Baufirma damit beschäftigt, die schweren Bauteile der eingebrochenen Wand aus der Küche zu entfernen. Mehrere Stützen wurden errichtet. Zwischen Küche und dem durchgehenden Wohnzimmer wurde eine provisorische Wand errichtet, auch um vor Kälte zu schützen. Silvia Buschmann steht in der zerstörten Küche und schildert uns die Geschehnisse. „Ich war mit unserer Hündin noch oben im Schlafzimmer als ich unten einen enormen Knall hörte. Sofort bin ich aufgesprungen und habe nach meinem Mann gerufen. Zunächst dachte ich mir nichts Schlimmes dabei. Doch dann sah ich das Auto in unserer Küche und mein Mann mitten drin. Sofort habe ich den Notruf 112 gewählt.“ Sie hilft ihrem Mann aus den Trümmern, dieser trägt Verletzungen im Beinbereich davon. Dann haben sie sich um den Mann im Auto gekümmert, bevor auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst eingetroffen sind. „Wir sind einfach nur überglücklich, dass meinem Mann nichts Schlimmeres passiert ist. Es waren nur Sekunden, die hier über Leben und Tod entschieden, haben“ ist Silvia Buschmann froh. Die Küche muss nun komplett ausgebaut werden, sie wurde fast vollständig zerstört. Die Außenwand wird noch am heutigen Tag wieder zugemauert.
„Das hätte alles Schlimm enden können, jetzt sind wir erst einmal froh das nichts schlimmeres passiert ist, Materialschaden kann man ersetzten“ ist Buschmann zuversichtlich.

(Blaes)