Drei Monate nach der Flut: Wie steht es um das Krankenhaus in Ehrang?

Drei Monate nach der Flutkatastrophe, auch in der Region Trier, schauen wir auf einzelne Bereiche in einem Themenschwerpunkt. Hier: Das Krankenhaus in Ehrang.

Florian Blaes/ newstr

Es ist mitunter das höchste Gebäude in Ehrang'>Trier-Ehrang. Das Krankenhaus „Mutterhaus Ehrang in Ehrang'>Trier-Ehrang. Stillstand – nichts geht mehr. Keine Termine, keine Operationen, keine Patienten und Ärzte im Krankenhaus. Es wurde schwer von der Flut getroffen und die Schäden sind enorm. Im zweistelligen Millionenbereich wurde alles im Untergeschoss zerstört. Genau in den Räumlichkeiten, wo wohl die teuersten Geräte des Klinikums stehen.

Die teuersten Geräte im Kellerbereich in wenigen Minuten zerstört 

Das MRT und CT – hoch empfindliche Geräte wurden innerhalb kürzester Zeit komplett zerstört. Allein wegen dieser speziellen Gerätschaften kam es täglich zu vielen Terminen für Erkrankte, die teils monatelang auf einen solchen Termin warten mussten. Nun ist das seit Mitte Juli vorbei. Ersatzweise wurde in den letzten Wochen ein mobiles MRT Gerät in einem Container am Mutterhaus Mitte in Trier aufgebaut. Hier sollen wieder Termine möglich sein. Aber nicht nur die beiden Geräte wurden zerstört, auch wurde kürzlich eine neue Heizung eingebaut. Diese ist ebenfalls nur noch Schrott und nicht mehr zu gebrauchen.

Das mobile MRT vor dem Haupteingang wird startklar gemacht. Chefarzt Prof. Dr. Dr. med. Boris Bodelle und MTRA Katja Winkler aus der Radiologie werden hierbei von den Applikationsspezialisten von Siemens Thomas Illigen und Thorsten Schulz (v.l.n.r.) mit der Technik vertraut gemacht. Foto: Bettina Leuchtenberg, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen

Die Evakuierung verlief reibungslos – schnell kam die Flut 

Als das Wasser kam, waren etwa 100 Patientinnen und Patienten im Krankenhaus gewesen. Diese wurden in einer noch nie dagewesenen Rettungsaktion von Feuerwehr und Rettungsdiensten aus dem Krankenhaus in kürzester Zeit evakuiert und in die beiden Standorte Mitte und Nord verteilt. Wichtige Operationen wurden im Mutterhaus Mitte durchgeführt. Wie schnell das Wasser dann gekommen sein muss, macht eine Berichterstattung des Trierischen Volksfreundes deutlich. Hier heißt es, dass man nach der Evakuierung nicht mal mehr in den Keller kam, um einen Verstorbenen, der dort im Sarg im verschlossenen Schrank lag, bergen konnte. Er harrte die gesamte Flut glücklicherweise unversehrt aus.

Sebastian Schmitt/ newstr

Wie geht es weiter mit dem Krankenhaus? 

In dieser Woche wurde bekannt, dass der Schaden im zweistelligen Millionenbereich liegt. Aber es stand von vorneherein fest: Das Krankenhaus wird erneuert und die betroffenen Bereiche saniert. Eine Wiedereröffnung ist 2022 nicht zu erwarten. Im Laufe des kommenden Jahres kann man erst sagen, wann genau mit einer Eröffnung zu rechnen ist. Bis dahin ist das Eingangsschild „Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Ehrang“ hinter einem Bauzaun versteckt.

Florian Blaes/ newstr

 

 

 

 

 

Flutkatastrophe in Trier- Ehrang