Neue Umfrage: Große Mehrheit will Böllerverbotszonen an Silvester

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist dafür, an bestimmten Orten das Böllern zu verbieten. Das zeigt eine neue Umfrage.
Böllern wird dieses Jahr voraussichtlich wieder erlaubt sein. Foto: dpa-Bildfunk
Böllern wird dieses Jahr voraussichtlich wieder erlaubt sein. Foto: dpa-Bildfunk

Mehrheit der Deutschen für Böllerverbotszone

Gut 70 Prozent der Erwachsenen in Deutschland befürworten im Allgemeinen, an Silvester Böllerverbotszonen einzurichten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Dabei geht es darum, das Zünden von Krachern und Raketen in Städten, beispielsweise an bestimmten Plätzen oder in Altstädten, zu verbieten. 22 Prozent der Befragten lehnen einen solchen Eingriff in den Silvesterspaß ab; der Rest machte in der am Mittwoch (23. November 2022) gemachten Umfrage keine Angabe.

In diesen Städten sind Böllerverbote geplant

Nach zwei Jahren ohne Raketen- und Böllerverkauf wird Silvester 2022/’23 voraussichtlich wieder lauter und bunter. Die Feuerwerk-Industrie rechnet mit einem ähnlichen Silvesterumsatz wie vor der Corona-Pandemie. Viele Städte, darunter Berlin, München, Köln und Düsseldorf, richten aber erneut Böllerverbotszonen ein.

Umwelthilfe und Polizei für Verbot

Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für ein generelles Ende des privaten Silvesterfeuerwerks ein. Sie argumentiert etwa mit der hohen Feinstaubbelastung, dem Müllaufkommen und der Belastung für Tiere (Feuerwerk an Silvester: Böllerverbot gefordert).

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) spricht sich für ein Verbot aus: schon allein aufgrund der enormen und völlig unnötigen Schadstoffproduktion sowie der Müllberge auf den Straßen am Neujahrsmorgen. Dies gelte erst recht mit Blick auf das hohe Unfallrisiko – vor allem unter Alkoholeinfluss – sowie auf Böller- und Raketen-Angriffe gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitäter.

Pyro-Verband: Verbot entlastet Krankenhäuser kaum

Der Bundesverband Pyrotechnik, ein Zusammenschluss von Profi- und Hobby-Feuerwerker:innen, argumentiert dagegen, ein Verbot von Kleinfeuerwerk vor der eigenen Haustür oder im Garten entlaste kaum die Krankenhäuser. Der größte Teil der Verletzungen sei auf Alkoholkonsum und entsprechende Konflikte zurückzuführen.

Verwendete Quellen:
– Deutsche Presse-Agentur