Thomaskappelchen bei Ollmuth brennt an Weihnachten komplett aus

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Ollmuth. Das war ein Schock, als am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Bürger aus Ollmuth (VG Ruwer) um die Mittagszeit den Ortsbürgermeister Gerd Dietzen anruft und mitteilt, dass das „Thomaskapellchen“ brennen würde. Umgehend wurde der Notruf abgesetzt.
Aus der Kapelle an der Kreisstraße 46 zwischen Ollmuth und Pluwig drang bei Ankunft der Feuerwehr dichter Rauch. Mit einem Schlauch werden sogleich alle Glutnester und der Schwelbrand gelöscht. Das Feuer muss schon eine Zeit lang vorher ausgebrochen sein und hat im Inneren der Kapelle alles zerstört. Die Einsatzkräfte müssen auch im hinteren Bereich das Dach öffnen.
„Das ist für die Ortsgemeinde und mich persönlich ein Schock zu Weihnachten. Unsere schöne Kapelle so zerstört zu sehen“ ist Gerd Dietzen entsetzt. Der Ortsbürgermeister ist ebenfalls an der Einsatzstelle, um sich ein Bild vom Feuer zu machen.
Die Feuerwehr muss nur noch Nachlöscharbeiten durchführen und mit der Wärmebildkamera kontrollieren, dass es unter der Decke keine weiteren Glutnester gibt.
„Zu den Feiertagen kommen viele Menschen hier zur Thomaskapellchen, um eine Kerze zu entzünden. In der Mitte stand eine prachtvolle Marienstaue aus Lourdes.“ erzählt Dietzen. Die Kreisstraße ist voll gesperrt und die Autos müssen drehen. In einem nahegelegenen Ort ist gerade die Weihnachtsmesse zu Ende. Autofahrer kommen an der Einsatzstelle vorbei, sehen die Feuerwehr und das Ausmaß von außen und sind fassungslos.
Erste Vermutungen deuten darauf hin, dass einfach zu viele Kerzen entzündet wurden und der lebhafte Wind ein Feuer entfachte. Die endgültige Brandursache stand aber noch nicht fest. Es entstand ein Sachschaden von bis zu 20.000 Euro. Neben der Marienstaue brannten weitere sakrale Gegenstände ab.
„Für uns steht aber jetzt schon fest, dass wir unsere Kapelle wiederaufbauen und reparieren werden“ der Ortsbürgermeister zuversichtlich.
Im Einsatz war die Feuerwehr Pluwig- Gusterath und die Polizei Trier.

(Blaes)