Tierische Rettungsaktion: Verletzter Biber wird an B 407 gerettet

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Reinsfeld. Da staunten einige Autofahrer nicht schlecht als sie am Freitagmorgen um 6:40 Uhr auf der Hunsrückhöhenstraße bei Reinsfeld unterwegs waren. Mitten auf der Bundesstraße saß ein großer Biber. Die Polizei wurde informiert.

Ein Autofahrer aus Kell am See nahm sich dem Tier an und versuchte es auf eine Wiese zu lotsen. Dies gelang auch, doch das Säugetier lief wieder zurück Richtung Straße. Schließlich wurde es wiederholt verscheuchte und der Biber ließ sich neben der Straße in einem Gebüsch nieder.
Die alarmierte Polizei aus Hermeskeil sicherte mit Blaulicht die Gefahrenstelle ab und informierte den Revierförster Martin Ritter aus Reinsfeld. „Vermutlich ist das Tier angefahren worden und läuft nun verletzt im Revier herum.“ Vermutet der Förster.
Da Biber unter Naturschutz stehen, wurde gemeinsam mit der Kreisverwaltung Trier- Saarburg und der Biberbeauftragten Rheinland- Pfalz Stefanie Venske telefonisch entschieden, dass das Tier gerettet und eingefangen wird. Während die Polizei und der Förster auf das Eintreffen der zuständigen Behörden mit Sitz in Fischbach bei Dahn und einem Helfer aus Pronsfeld warteten, ging der Förster die Wege entlang der B 407 ab, um heraus zu finden, wo das Tier sein Bau haben könnte.
Gegenüber einem großen landwirtschaftlichen Unternehmen neben der Bundestraße wurde man schließlich fündig. Und bedingt durch die zu kleinen Durchlässe unter der Straße suchte sich der Biber den Weg wohl über die viel befahrene Straße. In den letzten Wochen gab es zahlreiche Totfunde von Biber.
Nach mehr als 2,5 Stunden traf Stefanie Fenske aus Kaiserslautern und der Kollege aus Pronsfeld ein. Zunächst wurden die Hecken und Gebüsche um das Tier freigeschnitten, um einen problemlosen Zugang zum Biber zu schaffen. Mit Hilfe hoher Bretter wurde der Weg abgeschnitten und das Säugetier schließlich eingefangen. „Wir sind über alle Helfer dieser Art froh und freuen uns das die Polizei informiert wurde und die Rettungskette in Bewegung gesetzt wurde“ so die Biberbeauftragte des Landes.
Das Tier wurde im weiteren Verlauf nach Bitburg zu einem Tierarzt gebracht, welcher die Verletzungen feststellen und behandeln wird. Nach der Genesung wird der Biber wieder in seinem Revier an der Bundesstraße ausgesetzt.
Ritter und Veske appelieren: „Fahren Sie aufmerksam, schützen Sie die Tiere und melden Sie alle Auffälligkeiten.“

(Blaes)