Amokfahrt-Prozess: Bekannte des Angeklagten sagen aus

Am Dienstag und Mittwoch, 09. und 10. November, ging es weiter im Prozess um die Amokfahrt in der Trierer Fußgängerzone. Bekannte des Angeklagten sagten vor Gericht aus.
Im August 2021 begann der Prozess vor dem Trierer Landgericht. Foto: newstr
Im August 2021 begann der Prozess vor dem Trierer Landgericht. Foto: newstr

Zuvor hatten in der letzten Woche der Leiter der Mordkommission und der eingerichteten Sonderkommission „Fußgängerzone“ sowie eine enge Freundin des Angeklagten ihre Aussagen gemacht. Christian Soulier, Chef der 50-köpfigen Sonderkommission, sagte aus, dass der überzeugt ist, die Amokfahrt sei im Voraus geplant gewesen. Über das Verhör nach der Festnahme des mutmaßlichen Amokfahrers äußerte sich Soulier ähnlich wie bereits andere Beamte zuvor.

Weitere Bekannte machen ihre Aussagen

Am Dienstag sowie Mittwoch, 09. und 10. November, sprachen weitere Freunde und Bekannte vor Gericht. Die insgesamt fünf Zeugen beschrieben den Angeklagten wie bereits die Freundin in der letzten Woche als „hilfsbereit, ruhig und guten Freund“. Erst auf Nachdruck der Richterin und einer der Opferanwältinnen räumten sie ein, dass er „Trinker“ war, der oftmals wirre Aussagen getroffen hat und zu Aggressionen neigte. Der Angeklagte habe finanzielle und familiäre Probleme gehabt, vor allem bei seine finanziellen Probleme habe man ihn unterstützt.

Wochen vor der Amokfahrt am 01. Dezember 2020 soll sich der Angeklagte erkundigt haben, wo er eine Waffe herkriegen könne. Er wolle seine Schwester wegen Erbschaftsstreitigen erschießen, habe er geäußert. Vor Gerichten sagten zwei der geladenen Bekannten, dass man ihn mit diesen Aussagen nicht ernst genommen habe, man habe gelacht.

Der ehemalige Arbeitsgeber äußerte sich positiv über den Angeklagten. Er sei ein kollegialer und zuverlässiger Mitarbeiter gewesen, was seine Kündigung Mitte April 2020 umso überraschender erscheinen ließ.

Angeklagter schweigt weiterhin

Zu den genauen Umständen der Tat und dem Motiv weiterhin wenig bekannt. Der 52-jährige Angeklagte schweigt weiterhin.