Filmreife Verfolgungsfahrt von Trier bis A 1 Hochwald

Eine kilometerlange Verfolgungsfahrt von Trier in den Hochwald mitten in der Nacht spielte sich in der Nacht auf Sonntag ab.

Bei der Kontrolle zeigte sich, dass die Fahrerin deutlich alkoholisiert war. Symbolbild

Mit einem nicht zugelassenen Auto versuchten sich ein 18-jähriger Autofahrer sowie sein 17-jähriger Beifahrer in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 09. auf 10. Oktober 2021, einer Verkehrskontrolle in Trier zu entziehen. Bei der anschließenden Verfolgung konnte das Fahrzeug schließlich auf der A 1 gestoppt und die beiden Insassen festgenommen werden.

Was ist passiert? 

Gegen 02:45 Uhr beabsichtigten Beamte der Polizeiinspektion Trier einen dunklen Peugeot in der Kölner Straße in Trier einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Bei Erkennen der Kontrollabsicht erhöhte der Fahrzeugführer plötzlich sein Tempo, um dann mit hoher Geschwindigkeit über die Kaiser-Wilhelm-Brücke in Richtung Trier-Zentrum zu fahren. Im Bereich des Georg-Schmitt-Platzes fuhr das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn der Ascoli Piceno Straße auf, um dann mit einer Geschwindigkeit von über 110 km/h unter Missachtung mehrerer roter Ampeln, über die Zurmaiener Straße, auf die A 602 aufzufahren.

Flucht in den Hochwald- Straßensperre umfahren 

Die weitere Flucht führte über das AD Moseltal auf die A 1 in Richtung Saarbrücken. Im Bereich der Anschlussstelle Mehring verließ das flüchtende Fahrzeug die Autobahn, um dann über die L 150 auf die L 149 und schließlich die L 148 in die Ortslage Hinzert-Pöhlert zu fahren.

Eine dort eingerichtete Straßensperre umfuhr das Auto schließlich über ein Feld, um anschließend über die L 151, auf die B 407 und von dort über die Anschlussstelle Reinsfeld wieder auf die A 1 in Richtung Saarbrücken aufzufahren. Hier gelang es durch zusammengezogene starke Kräfte der Trierer Polizei das Auto für Unbeteiligte gefahrlos zu stoppen und das aggressive Fluchtverhalten entschlossen zu beenden.

Kurze Verfolgung zu Fuß auf der Autobahn 

Nachdem das Fahrzeug zum Stillstand gebracht wurde, konnte der 18-jährige Fahrzeugführer – aus dem Landkreis Sankt Wendel – nach kurzer fußläufiger Verfolgung überwältigt und festgenommen werden. Sein 17-jähriger Beifahrer – ebenfalls aus dem Landkreis Sankt Wendel – ließ sich widerstandlos festnehmen.

Die Verfolgung wurde zwischenzeitlich abgebrochen, um eine Gefährdung für Unbeteiligte zu minimieren, da der flüchtende Fahrer mehrfach rücksichtslos und aggressiv die nacheilenden Streifenwagen touchierte. Hierdurch wurden drei Streifenwagen beschädigt.

Gegen den Fahrzeugführer und seinen Beifahrer wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet. Unter anderem ist der Fahrzugführer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Zudem konnten im Fahrzeug mehrere mutmaßliche Betäubungsmittel gefunden und sichergestellt werden. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Zur lückenlosen Aufklärung des Geschehens setzt die Polizeiinspektion Trier auf die Mitarbeit der Bevölkerung und wendet sich mit folgenden Fragen an die Öffentlichkeit:

  • Wer hat das Ereignis beobachten können?
  • Wer wurde möglicherweise durch die riskante Fahrweise gefährdet?
  • Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Trier rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0651/9779-5210 entgegen.