Jugendamt sucht dringend weitere Pflegeeltern

Der Pflegekinderdienst im städtischen Jugendamt sucht regelmäßig Pflegeeltern für Kinder, die nicht in ihren Familien aufwachsen können. Die Gründe, warum Kinder nicht in den eigenen Familien leben können, sind unterschiedlich:
Manchmal genügt auch ein kurzer Aufenthalt in einer Pflegefamilie, bis das Kind wieder zu seinen Eltern zurück kann. Symbolbild: Pixabay
Manchmal genügt auch ein kurzer Aufenthalt in einer Pflegefamilie, bis das Kind wieder zu seinen Eltern zurück kann. Symbolbild: Pixabay

In den letzten Jahren ist der Bedarf in Trier kontinuierlich gestiegen: Derzeit kümmern sich für das städtische Jugendamt circa 100 Pflegefamilien um rund 120 Kinder.

Pflegefamilien werden aus den verschiedensten Gründen gebraucht

Die Gründe, warum Kinder nicht in der eigenen Familie leben können, sind ganz unterschiedlich: Sie müssen in Pflegefamilien vermittelt werden, wenn zu Hause die Welt auf dem Kopf steht und die leiblichen Eltern mit ihren Belastungen im Alltag und der Verantwortung für Kinder nicht mehr zurechtkommen. Krankheit, Verwahrlosung, Suchtprobleme und/oder Gewalt sind häufig Gründe, warum ein Kind vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr bei seinen Eltern leben kann.

Findet sich eine geeignete Familie, die bereit ist, dieses Kind aufzunehmen, so das Jugendamt in seinem Aufruf, „hat es eine Chance auf eine gute Entwicklung. Es erfährt in der Pflegefamilie im Idealfall liebevolle Zuwendung, Sicherheit, Halt und Stabilität – in einem geschützten Rahmen.“

Kurzer Aufenthalt in Pflegefamilien genügt manchmal

Manchmal genügt nach der Erfahrung der Experten des Jugendamts bereits ein vorübergehender Aufenthalt in einer Pflegefamilie, bis die Bedingungen in der Herkunftsfamilie so verbessert sind, dass das Kind zu seinen Eltern zurückkehren kann. In diesem Fall handelt es sich um eine Bereitschafts- oder Kurzzeitpflege.

Gelingt dies aber nicht in einer angemessenen Zeit, kann es dazu kommen, dass eine Pflegefamilie im Rahmen einer Dauerpflege zum langfristigen Lebensmittelpunkt eines Kindes wird.

Für Interessierte:

Personen, die ein Pflegekind aufnehmen möchten, können verheiratete oder nicht verheiratete Paare, Alleinstehende oder Alleinerziehende sein, die als Basisvoraussetzung über ausreichend Platz, ein gesichertes Einkommen und persönliche Ressourcen verfügen.

Wer sich für diese Aufgabe interessiert und mehr wissen will, kann kurzfristig einen unverbindlichen Beratungstermin beim Pflegekinderdienst vereinbaren.
Folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen dafür zur Verfügung: Martina Philippi (E-Mail: [email protected]; Telefon: 0651/718-2516), Britta Riorgis ([email protected]; 0651/718-3502) und Peter Schuck ([email protected]; 0651/718-2517).