„L’Osteria“ in Trier und „Burger King“ kommen sich näher – Die Gründe

"L'Osteria" in Trier (am Posthof): Das italienische Restaurant steht für frische Pizzen und Dolce Vita. In Zukunft kommt es "Burger King" ziemlich nahe.
Rücken bald näher zusammen: "L'Osteria" und "Burger King". Foto: Symbolfoto/Adobe Stock
Rücken bald näher zusammen: "L'Osteria" und "Burger King". Foto: Symbolfoto/Adobe Stock

Burger und Pommes treffen auf Dolce Vita

In unserer Region gibt es „L’Osteria“ gleich zweimal: In Trier am Posthof und in Saarbrücken, passenderweise in der Trierer Straße. Auf der Speisekarte stehen hauptsächlich Pizzen und Pasta. Besonders beliebt: Die Pizzen werden in einem Steinofen gebacken. Klingt nach Dolce Vita und italienischer Lebensfreude. „L’Osteria“ will seinen Gästen eine authentische italienische Küche bieten.

Hamburger, Pommes oder Ketchup sucht man vergebens. Statt dessen: Minestrone, Insalata, Pizze und Pasta. Und doch hat „L’Osteria“ in Zukunft mehr zu tun mit Burger & Co. also man auf den ersten Blick meinen könnte. Denn: Die „L’Osteria“ und „Burger King“ (3 x in Trier) werden Schwestern. Oder Schwester und Bruder – je nach Sichtweise.

Für „L’Osteria“ arbeiten europaweit 6000 Menschen

„L’Osteria“ ist nämlich eine ziemlich große Restaurant-Kette – und die hat gerade den Besitzer gewechselt. 6000 Mitarbeiter:innen beschäftigt die Kette. Die „L’Osteria“ soll rund 400 Millionen Euro wert sein. 1995 in München gegründet, gibt es das italienische Restaurant-Konzept mittlerweile an 157 Standorten in acht Ländern Europas, davon 131 in Deutschland. Und eben bei uns einmal in Trier und in Saarbrücken.

Die neuen Investoren geben sich amerikanisch selbstbewusst: „Wir sind der festen Überzeugung, dass ‚L’Osteria‘ das Potenzial hat, die marktführende Restaurantgruppe in Europa zu werden“, sagte „McWin“-Mitgründer Henry McGovern.

„Dean & David“ gehört auch dazu

Der Käufer ist kein Unbekannter: Die US-Investmentgesellschaft McWin macht sich gerade in der deutschen Gastronomie breit: So gehört ihr mehrheitlich „Burger King“ in Deutschland, aber auch „Dean & David“ (u.a. in Trier in der Simeonstraße). Immerhin: Mit Italo-Küche kennen sich die Investoren aus – schließlich haben sie auch die Restaurant-Kette „Vapiano“ investiert, wovon es im benachbarten Saarland, nahe dem St. Johanner Markt in Saarbrücken, auch ein Restaurant gibt. Europaweit betreibt McWin bereits 1500 Restaurants ganz verschiedener Marken und Ausrichtungen.

Folgt „L’Osteria“ jetzt dem Beispiel von „Milka“?

Ob sich an den Speisekarten der „L’Osteria“-Restaurants in Saarbrücken und Trier bald etwas ändern wird? Pizza-Burger vielleicht? Oder Pizza mit Pommes-Belag? Am besten rot-weiß?

Andere Marken, die plötzlich zum selben Konzern gehören, machen es vor: Seit die Alpenmilch-Marke „Milka“ zum US-amerikanischen Nahrungsmittelkonzern „Mondelez International“ gehört, gibt es im Schokoladen-Regal auch mehr oder weniger wilde Mischungen mit Schwestermarken – wie „Milka Daim“, „Milka Oreo“, „Milka TUC Cracker“ oder sogar „Philadelphia Crème mit Milka“. Es bleibt spannend.

Verwendete Quellen:
– Eigene Rechereche
– Medienberichte, dpa