Stiftung für die Opfer der Trierer Amokfahrt: Bisher knapp 650.000 Euro ausgezahlt

Im November wurde die Stiftung für die Opfer der Trierer Amokfahrt gegründet. Mittlerweile wurden durch die "Stiftung für die Betroffenen der Amokfahrt vom 1. Dezember 2020“ bereits rund 650.000 Euro ausgezahlt.
Die „Stiftung für die Betroffenen der Amokfahrt 1. Dezember 2020“ wurde im November 2021 gegründet. Symbolbild: Unsplash/ Christian Dubovan
Die „Stiftung für die Betroffenen der Amokfahrt 1. Dezember 2020“ wurde im November 2021 gegründet. Symbolbild: Unsplash/ Christian Dubovan

Stiftung im November gegründet

Die „Stiftung für die Betroffenen der Amokfahrt vom 1. Dezember 2020“ hat mittlerweile schon rund 650.000 Euro ausgezahlt, 50 Anträge von Hinterbliebenen, Schwerverletzten und Traumatisierten wurden bearbeitet. Im November wurde diese gegründet, als Förderung der Hilfe für die Opfer der Straftat sowie die Förderung unterstützungsbedürftiger Personen.

Die Mitglieder der Gremien der „Stiftung für die Betroffenen der Amokfahrt 1. Dezember 2020“ haben sich Ende Februar erneut getroffen. Vorstand und Kuratorium informieren nun, dass alle 19 Anträge der Familien der Hinterbliebenen der schrecklichen Amoktat positiv beschieden wurden. Insgesamt konnten somit 575.000 Euro an die betroffenen Familien aus den von vielen Menschen aus ganz Deutschland nach der Amokfahrt gespendeten Mitteln ausgezahlt werden.

Aus dem Bereich der Schwerverletzten, Verletzten und Traumatisierten liegen weitere 31 Anträge vor. Die Mitglieder des Kuratoriums haben in ihrer Sitzung darüber beraten. Grundlage sind die Richtlinie zur Vergabe der Spenden und ärztliche Unterlagen der Betroffenen.

Entschädigung nach Einschätzung der ärztlichen Unterlagen

Ärztliche Unterlagen werden von Fachmitgliedern des Kuratoriums wie dem Leiter des Trierer Gesundheitsamtes, Dr. Harald Michels, und der Psychologischen Psychotherapeutin des Trierer Brüderkrankenhauses, Beate Schoßau, vertraulich behandelt. Auf Basis deren Empfehlung werden nun die Verletzten und Traumatisierten eine Entschädigung erhalten. Von den vorliegenden neun Anträgen der Schwerverletzten und Verletzten konnten bereits sieben positiv beschieden werden. Bei zwei verletzten Personen fehlen noch weitergehende ärztliche Unterlagen.

Aus dem Bereich der traumatisierten Personen gingen bislang 22 Anträge ein. Davon konnten die Mitglieder des Kuratoriums fünf positiv abschließen.

Spendengelder in Höhe 650.000 Euro ausgezahlt

Insgesamt erhielt die Stiftung bislang 50 Anträge. Knapp 650.000 Euro an Spendengeldern konnten nach den Entscheidungen des Kuratoriums aktuell ausgezahlt werden.

Regina Bergmann, Vorsitzende des Kuratoriums, sagt: „Wir freuen uns, dass die Stiftung, die erst im letzten November gegründet wurde, so schnell helfen konnte.“ Dagmar Barzen, Vorsitzende des Vorstandes, ergänzt: „Uns allen ist die Verantwortung bewusst, die auf uns lastet. Wir möchten zum Wohle der Betroffenen und Spender wirken. Allen Betroffenen bieten wir vertrauliche Gespräche an.“

Oberbürgermeister Wolfram Leibe dankte in diesem Zusammenhang noch einmal allen Menschen, die sich nach der Amokfahrt solidarisch gezeigt und gespendet hatten. Leibe: „Mein Dank gilt außerdem natürlich den Mitgliedern von Kuratorium und Vorstand der Stiftung, die hier schnell und trotzdem mit sehr viel Fingerspitzengefühl Entscheidungen getroffen haben.“

Pressemitteilung Stadt Trier (16.03.2022)