Privat

Nachdem wir in der vergangenen Woche über die katastrophalen Zustände in den Schulbussen berichteten, haben wir beim Landeselternbeirat des Landes und bei der VRT um eine Stellungnahme gebeten. Auf newstr.de – Nachfrage haben wir nun diese Antworten bekommen und veröffentlichen diese ungekürzt:

Stellungnahme Landeselternbeirat RLP Reiner Schladweiler :

Das Land hat einen meiner Vorschläge bereits umgesetzt, die Busbörse aus den zur Zeit nicht benutzten Reisebussen samt Fahrer zu nutzen. Die 250 Busse reichen bestimmt nicht aus, entweder die Mittel dafür noch einmal erhöhen, damit daraus 500 Busse werden können. Zusätzliche Mittel bereitstellen, damit man-  wie in Bayern und Luxemburg, Personenanhänger anhängen kann, die dann im Starkverkehr eingesetzt werden.

 

Stellungnahme des VRT Region Trier:

Seitens des VRT und der Kreisverwaltungen wurden frühzeitig Maßnahmen und Konzepte entwickelt, um den Schulbusverkehr nach den Sommerferien wieder zu organisieren.

Fahrplanänderung zum Schuljahresbeginn

Dazu wurden, wie jedes Jahr, zum Schuljahresbeginn die Fahrpläne an den ermittelten Bedarf angepasst. Allerdings ist im Vorhinein nicht absehbar, wie viele Schülerinnen und Schüler tatsächlich mit dem Bus zur Schule fahren, wie viele Kinder von ihren Eltern zur Schule gefahren werden und welche Buslinien wie häufig genutzt werden.

Überprüfung der Fahrgastzahlen

Zur Überprüfung der Fahrgastzahlen im Busverkehr gibt es seit Schulbeginn regelmäßig Zählungen an wechselnden Standorten. Mitarbeiter der Kreisverwaltungen überprüfen die Bussituation und erhalten zusätzlich Rückmeldung von Schulen.

Meist ist das Ergebnis dieser Überprüfungen, dass noch andere Verbindungen zur Verfügung stehen, die ein paar Minuten früher oder später fahren. Diese freien Kapazitäten werden erfahrungsgemäß jedes Jahr insbesondere zum Schulbeginn häufig nicht genutzt. Liegt dieser Fall vor, so kann durch Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf die vorhandenen Busse eine Entzerrung erfolgen.

Eine weitere Folge dieser Überprüfung kann auch eine Fahrplanänderung oder Anpassung sein, die der VRT gemeinsam mit den Landkreisen und den Verkehrsunternehmen schnellstmöglich umsetzt.

Problem mit den Ganztagsschulen

Zusätzlich fallen in den ersten Schulwochen vereinzelt ungeplant die Ganztagsschulen aus. Diese Ausfälle sind natürlich weder Bestandteil des regulären Fahrplans, noch können sie in der Planung berücksichtigt werden, so dass punktuell mehr Schülerinnen und Schüler als erwartet mit dem regulären Schulschluss nach Hause fahren möchten. Dadurch kommt es tatsächlich zu Überfüllungen, die jedoch schnell durch den regulären Schulbetrieb aufgefangen werden.

Bus- Börse mit 250 Bussen eingerichtet

Da das Land nach gestriger Bekanntmachung insgesamt 250 Verstärkerbusse für ganz RLP bereitstellt, werden wir zusätzlich ermittelte Bedarfspunkte im VRT-Gebiet in der eingerichteten zentralen Bus-Börse anmelden. Auf die Anzahl der uns bewilligten Verstärkerbusse von insgesamt 250 zur Verfügung stehenden Busse haben wir jedoch keinen Einfluss, da landesweit Bedarf besteht.

Mindestabstand in Bus und Bahn nicht umsetzbar 

Oftmals erreicht uns die Forderung, den allseits bekannten Abstand von 1,5 m auch in Bus und Bahn einzuhalten. Hierzu gilt die aktuelle Corona-Verordnung, die vom Land herausgegeben wurde (Zehnte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz), in der auch der Mindestabstand von Personen im öffentlichen Raum festgelegt ist. Der Mindestabstand von 1,5 m ist in Bus und Bahn, je nach Verkehrsaufkommen, nicht umsetzbar, demnach gibt es hier eine Ausnahme in der Abstandsregelung. Stattdessen gilt in Bus und Bahn während der gesamten Fahrt sowie während des Aufenthalts an Haltestellen und Bahnsteigen die sogenannte Maskenpflicht, um einer Tröpfcheninfektion mit dem Corona-Virus vorzubeugen.

Wie Sie sehen, befinden wir uns in einer fortlaufenden Prüfung. Demnach können wir nicht davon sprechen, dass es keine Konzepte gibt. Wir verstehen die Sorgen der Eltern und nehmen die Situation ernst.