Mit 951 Unfällen nahm die Polizei Bernkastel-Kues in 2020 3,1 % weniger Unfälle als im Vorjahr (981) auf. Dabei wurden 1 Mensch getötet (2019: 2), 34 schwer (2019: 25) und 102 leichtverletzt (2019: 68), was trotz der geringeren Unfallzahl einem Gesamtanstieg der Personenschäden um 44,2 % entspricht. Besonders stark gestiegen ist die Anzahl der verletzten RadfahrerInnen von 15 auf 35, bei denen es sich überwiegend um ältere Verkehrsteilnehmer/-innen handelte. Bei 43 Unfällen unter Beteiligung motorisierter Zweiräder wurden 9 Motorradfahrer/-innen schwer und 21 leicht verletzt, was in etwa auf dem Niveau der Vorjahre liegt. Dies gilt auch für die Anzahl der Kinderunfälle. Bei 5 Unfällen wurden ein Kind schwer und 3 Kinder leichtverletzt. Fehlende Verkehrstüchtigkeit wurde auf Vorjahresniveau bei 11 Verkehrsteilnehmer/-innen wegen Alkohol, 2 wegen Drogeneinnahme und 5 wegen sonstiger körperlicher oder geistiger Mängel registriert. Im Rahmen der Verkehrsüberwachung wurden weitere 49 Fahrzeugführer/-innen wegen folgenlosen Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss beanzeigt. Häufigste Unfallursachen insgesamt waren die Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes (auch Seitenabstand) mit einem Anteil von 28,5 %, fehlerhaftes Wenden/ Rückwärtsfahren (19,3 %) und nicht angepasste Geschwindigkeit (10,0 %). Bei 296 Unfällen war Wild beteiligt, was einem Anteil von 31,1 % entspricht.

Auf 167 Fälle und damit um 31,5 % (+ 40) ist die Zahl der Unfallfluchten gestiegen. 68 Fahrzeugführer/-innen (40,7 %) wurden ermittelt und mussten sich in einem anschließenden Strafverfahren verantworten.

Zur Reduzierung der Unfallzahlen und der Unfallfolgen stehen auch zukünftig verkehrsuntüchtige Fahrzeugführer/-innen, die Beachtung der Gurtpflicht und auch zu schnelle oder durch Handybenutzung abgelenkte Fahrzeugführer/-innen im Fokus der Polizei Bernkastel-Kues.