Die Gesamtunfallzahl im Zuständigkeitsbereich der PAST Schweich sank im Jahr
2020 gegenüber 2019 um 15 % von 911 auf 774 Unfälle.
Langzeitentwicklung:

Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
815   819  944   964   952   839   911   774

Bei einem Unfall wurde 1 Mensch getötet, bei 94 weiteren wurden 27 Menschen
schwer verletzt und 105 Menschen leicht verletzt.
Dies bedeutet zum Vorjahr
 einen Rückgang der Schwerverletztenzahl um 28,9%  eine
Verringerung der Leichtverletztenzahl um 10,3 %  die gleiche Anzahl
tödlich verletzter Personen.
und im Langzeitvergleich (seit 2013)
 eine durchschnittliche Schwerverletztenzahl
 aber die niedrigste Zahl an Personenschäden insgesamt.
Langzeitentwicklung:
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Tote             0      0       2      4      2       2      1       1
Schwerverl.  26    28     20    35     32     18    38     27
Leichtverl.    144  143   148  162    109   167   117   105
Gesamt        170  171   170  201    143   187   156   133

Erfreulich ist der Rückgang der Gesamtzahl der Verunglückten insgesamt auf 133.
Eine Einordnung in die Kategorie schwer bzw. leicht verletzt ist polizeilich nicht
beeinflussbar und hängt von der Art und Dauer der medizinischen Behandlung ab.
Der Rückgang der Gesamtunfallzahl gegenüber 2019 dürfte hauptsächlich auf ein
deutlich geringeres Verkehrsaufkommen in mehreren Monaten zurückzuführen sein.
Durch die verschiedenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kam
es zeitweise zu erheblich weniger Berufs- und Reiseverkehr.

Hauptunfallursachen sind in 2020 nach wie vor (Anteil in 2019 in Klammern):
– zu hohe Geschwindigkeit 25,7% (22,4,8 %)
– zu geringer Abstand 12,8 % (13,1 %)
– mangelhaft gesicherte Ladung 5,2 % (7,6 %)
– Fehler beim Überholen 5,9 % (6,8 %)
– Fehler beim Vorbei-/Nebeneinanderfahren 4,8 % (5,9 %)
Bei den Unfällen mit Personenschaden war in etwas mehr als 50 % eine nicht
angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich.
Mangelnde Verkehrstüchtigkeit bei Beteiligten stellten die Polizeibeamten/-innen bei
37 Unfällen fest (2019: 38).
Hierbei wurde 14 Mal Alkoholeinfluss und 4 Mal Drogen-/Medikamenteneinfluss
festgestellt.
Bei diesen rauschbedingten Unfällen wurden 4 Menschen schwer und 1 Mensch
leicht verletzt.
In weiteren 19 Fällen waren Fahrer/-innen übermüdet oder hatten sonstige
geistige/körperliche Mängel.

Bei 78 Unfällen entfernte sich der Verursacher unerlaubt von der Unfallstelle. 27 Mal
konnte ein Verursacher ermittelt werden, das sind 34,6%.
Das ist ein deutlicher Rückgang der Aufklärungsquote gegenüber den Vorjahren. In
vielen Fällen fehlte es an aussagekräftigen Hinweisen zu den Unfallverursachern,
sodass kaum Ermittlungsansätze zur Aufklärung vorhanden waren.
65 Unfälle ereigneten sich 2020 im Bereich von Baustellen.
Das sind fast 50% weniger als im Jahr 2019.
Ursächlich sind hier häufig Fehler beim Fahrstreifenwechsel und mangelnde
Aufmerksamkeit und mangelnder Sicherheitsabstand bei Staubildungen.
Die Gesamtzahl an Großbaustellen war nicht mehr so hoch wie in den Vorjahren.
Zudem wirkte sich auch im Gefahrenbereich vor und in Baustellen das geringere
Verkehrsaufkommen über große Zeiträume positiv aus.
Die Polizeiautobahnstation Schweich richtet ihre
Verkehrsüberwachungsmaßnahmen auch in Zukunft konsequent an den
Hauptunfallursachen Geschwindigkeit, Abstand und Verkehrstüchtigkeit aus.
Auch das Thema Ablenkung im Straßenverkehr durch die verbotswidrige Nutzung
mobiler Endgeräte wird verstärkt in den Focus rücken.

Speziell geschulte Einsatzkräfte werden den Schwerverkehr verstärkt kontrollieren.