Erfolg für Trierer Jura-Student mit der Arbeit: Grundrechte in der Pandemie

Manuel Beh gewinnt mit einer Arbeit zu Grundrechten in der Pandemie den zweiten Preis in einem bundesweiten Wettbewerb.

Manuel Beh (Zweiter von rechts) freut sich über die Auszeichnung, die ihm von Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Andreas Schulte vom Hamburgischen Anwaltverein (rechts) überreicht wird. Foto: Hamburgische Bürgerschaft/Michael Zapf

Zum zweiten Mal wurde der HanseEssay-Wettbewerb vom Hamburgischen Verfassungsgericht, der Bucerius Law School sowie der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg ausgerichtet. Unter dem Motto „Bürgerrechte in und nach der Pandemie“ waren Studierende der Rechts- und Politikwissenschaften aus ganz Deutschland aufgerufen, sich mit diesem Thema kritisch und frei in Form eines Essays zu befassen. Eine Jury aus renommierten Juristen aus der Hamburger Justiz, Rechtsanwaltschaft sowie Wissenschaft wählte unter zahlreichen eingereichten Texten die besten Essays aus und bedachte den Studenten der Rechtswissenschaft Manuel Beh von der Universität Trier mit dem zweiten Preis.

Grundrechtgedanken zur Impfung am Anfang der Pandemie 

Manuel Beh widmete sich in seinem Essay der Frage, ob priorisiert Geimpfte zu Beginn der Impfkampagne bereits dann ihre Grundrechte zurückerhalten sollen, wenn die breite Masse der Bevölkerung noch keine Gelegenheit zur Impfung hatte. Möglich wäre es, aus Solidarität erst dann die Beschränkungen aufzuheben, wenn alle ein Impfangebot erhalten haben. Beh kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass es verfassungsrechtlich erforderlich ist, Freiheiten frühzeitig wieder zu gewähren. Der Solidargedanke zwischen den Geimpften und Nichtgeimpften rechtfertige keine fortdauernde Einschränkung der Grundrechte. Im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses würdigte der Stifter des zweiten Preises, der Hamburgische Anwaltverein, Behs Essay als kurzweiligen und inhaltlich überzeugenden Beitrag.