Ein Großaufgebot an Rettungskräften sowohl aus Rheinland-Pfalz als auch aus dem Saarland wurden am Nachmittag kurz nach 15:30 Uhr auf die Bundesautobahn A 6 von Waldmohr in Fahrtrichtung Saarbrücken alarmiert.

Mehrere Notrufe liefen sowohl in Kaiserslautern als auch auf dem Saarbrücker Winterberg auf. Die gemeldete Lage ließ das schlimmste erahnen. So befanden sich kurz nach der Alarmierung die Feuerwehren Waldmohr, Schönenberg-Kübelberg, Homburg mit dem Löschzug Mitte und weiteren Stadtteilfeuerwehren auf der der Anfahrt. Ebenso die Einheiten der Führung Brand- und Katastrophenschutz und der medizinischen Abschnittleitung aus dem Landkreis Kusel als auch aus dem östlichen Saarland unterstützt durch die Einheiten des Regelrettungsdienstes und den Rettungshubschraubern 66 (Westpfalz), 16 (Saarbrücken) und 10 (Wittlich).
Zwar verunglückte nicht wie in der Erstmeldung verlautete ein Bus, dennoch bot sich den Einsatzkräften ein verheerendes Bild an der Einsatzstelle. Im Rückstau zur Autobahnbaustelle im Anschlussbereich Homburg fuhren in Folge ein gewerblicher Van, ein Kleinlaster und ein Sattelzug auf einen voraus fahrenden Sattelzug auf. Dabei wurde der Kleinlaster auf den Van geschoben welcher unter den voraus fahrenden LKW gedrückt wurde.
Für den Fahrer des Kleinlasters als auch für die Fahrerin des Van kam jede Hilfe zu spät, sie verstarben noch bevor Hilfe vor Ort war. Eine weitere Person wurde leicht verletzt und umgehend einem Krankenhaus zugeführt.
Den Rettungskräften blieb nur die Bergung der massiv eingeklemmten Leichen. Nach entsprechenden Sicherungsmaßnahmen und Freigabe durch Polizei und Staatsanwaltschaft wurden die Fahrzeugwracks auseinander gezogen. Was erst jetzt abschließend festgestellt werden konnte, es waren keine weiteren Personen in den Fahrzeugen als die beiden Fahrzeuglenker.
Nach Abschluss der Bergungsmaßnahmen wurden Brandschutz und technisches Gerät zurück gebaut. Für den belastenden Einsatz waren sowohl an der Einsatzstelle als auch in der Wache Homburg Kräfte der Krisenintervention und Notfallseelsorge präsent.
Bilder u. Text: PrÖA VGOG Stefan Reichhart