Symbolbild

Für hohe Wellen und viel Gesprächsstoff sorgt derzeit ein großes Thema in der Verbandsgemeinde Trier-Land. Dort wird es am heutigen Mittwochabend (10.02.2021) in der Sitzung der Verbandsgemeinde über eine sehr umstrittene Personalie, die im Haushaltsplan 2021 und im Stellenplan vorgesehen wird, diskutiert und abgestimmt:

Der Verbandsgemeindebürgermeister Michael Holstein sagt: Die Aufgaben eines ehrenamtlichen Wehrleiters der Feuerwehren ist so nicht mehr leistbar und will daher einen hauptamtlichen Wehrleiter für die Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Trier-Land.

Doch die Stimmen gegen dieses Vorhaben sind hier eindeutig: Sowas braucht man nicht.

In der Verbandsgemeinde Trier-Land gibt es derzeit 30 Feuerwehren mit an die 600 Freiwilligen Helfern und rund 300 Kinder und Jugendliche in den Jugendfeuerwehren und Bambinigruppen.

newstr.de hat Recherchiert und erfahren das von den 30 Feuerwehren, 24 Wehren sich keinen hauptamtlichen Wehrleiter wünschen. Und die übrigen 6 Feuerwehren sind meist die größten Einheiten in der Verbandsgemeinde die gut in Personal und Fahrzeugen aufgestellt sind. Vier Freiwillige Helfer würden sich theoretisch zur Verfügung stellen bei einer Wehrleiter-Wahl die ehrenamtlich geführt werden würde.

newstr.de liegen einige Statements vor 

Die CDU- Fraktion in der VG sagt hier klar: „Der überzogene Zeitdruck mit dem unser Bürgermeister Holstein agiert, innerhalb von 3 Monaten eine Entscheidung zugunsten eines hauptamtlichen Wehrleiters herbeizuführen, deutet darauf hin, dass er bewusst keine Diskussionen und Erörterungen sowohl in den „Freiwilligen Feuerwehren“ wie auch im Rat der VG Trier-Land führen möchte. Es stellt sich uns als CDU-Fraktion so dar, möglichst Andersdenkende „nicht zu Wort kommen“ zu lassen, um sein Ansinnen, einen hauptamtlichen Wehrleiter einzustellen, umzusetzen. Die CDU-Fraktion der VG Trier-Land steht aber weiterhin für den Erhalt der Wehrleiterstelle im Ehrenamt. So lange es im Bereich unserer Freiwilligen Feuerwehren befähigte, motivierte Frauen
und Männer gibt, die diese verantwortungsvolle und zeitintensive Aufgabe ehrenamtlich übernehmen wollen, sowie der Gesetzgeber nichts anderes vorgibt, sollte der
Wehrleiter*in auch weiterhin demokratisch aus den Reihen unserer Wehren gewählt
werden.“

Der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz sagt: „Die Möglichkeit der Einrichtung einer hauptamtlichen Wehrleiterstelle kann in Einzelfällen bei bestimmten Konstellationen zwar sinnvoll sein. Etwa da, wo es eine Vorgesetztenstelle für eine größere Gruppe von weiteren hauptamtlich beschäftigten Feuerwehrangehörigen geben sollte. Dazu ist es allerdings unabdingbar, diese Einführung gemeinsam mit den „Hauptpersonen“ der Feuerwehr, nämlich deren Aktive und Führungskräfte, zu kommunizieren und am besten von vorneherein zu entwickeln, die Feuerwehr quasi als Hauptbetroffene von Anfang an „mitzunehmen“. Den Ehrenamtlichen einen hauptamtlichen Vorgesetzten vorzusetzen birgt leider viel Konfliktpotenzial und führt tendenziell zu keinen Verbesserungen an den Stellen, an denen Verbesserungen notwendig sind, nämlich bei der Unterstützung des Ehrenamtes.“

Der Kreisfeuerwehrverband Trier-Saarburg eV sagt: „So lange noch Freiwillige Feuerwehrkameraden sich zu dem Dienstposten als Wehrleiter zur Verfügung stellen ,sollte man den Ehrenamtlichen Wehrleiter bevorzugen. Um die Einführung eines hauptamtlichen Wehrleiters vorzubereiten, sollte dieses Thema mit den Freiwilligen Feuerwehren diskutiert werden. Dies einfach zu bestimmen, dass man einen hauptamtlichen Wehrleiter einstellen will, führt in den Feuerweheren nur zur Zwietracht. Um den reibungslosen Umgang mit den Ehrenamtlichen sicherzustellen, sollte diesen kein hauptamtlicher Wehrleiter vorgesetzt werden.“

Es bleibt also abzuwarten, wie heute Abend abgestimmt wird. newstr.de stellt sich die Frage: Was ist in der VG Trier-Land anders, als in allen anderen Verbandsgemeinden der Region Trier, in denen des schon immer und weiterhin ehrenamtliche Wehrleiter gibt?!