10 Monate später: Ermittlungsverfahren beendet – Vermieter ist verstorben

Was ist aus dem Haus im Gerolsteiner Ortsteil Michelbach geworden, welches teilweise vom Vermieter abgerissen wurde?

Wir können uns noch alle an die Ereignisse im Januar dieses Jahres erinnern. Zwischen einem Vermieter und seinem Mieter in Gerolstein ist eine schon länger andauernde Auseinandersetzung eskaliert. Der Hauseigentümer hatte an einem Freitagmorgen, 29. Januar, Baggerarbeiten auf dem Grundstück durchführen lassen. Dann setzte er sich selbst an das Steuer des Baggers und riss das Gebäude teilweise ab. Der Mieter befand sich zu diesem Zeitpunkt im Haus, wurde aber glücklicherweise nicht verletzt. Aktuell ist das Haus nicht bewohnbar und gilt als einsturzgefährdet. Gegen den Vermieter hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Für den Ortsvorsteher war es damals ein klarer Mordversuch 

Im damaligen Interview mit newstr.de sagte der Ortsvorsteher Alfred Mertes (66): „Frank M. wurde sogar in seiner Abwesenheit die Gasheizung von Vermieter ausgebaut. Er saß jetzt wochenlang ohne Wärme im Haus. Mir ist bekannt, dass mehrere Verfahren gegen Klaus D. am Laufen sind.“ Der Ortsbürgermeister sagte im Gespräch zu newstr.de, dass es ohnehin sehr unruhig im Ort geworden ist, seitdem der Vermieter in Michelbach ein Hotel und das Haus gekauft habe. Ortsvorsteher Mertes positionierte sich ganz klar: „Für mich war das ganz klar ein Mordversuch!“

Ermittlungsverfahren ist beendet 

Knapp 10 Monate später: Das Ermittlungsverfahren ist beendet. Wie der SWR auf Nachfrage mitgeteilt bekommen hat, ist der Vermieter mittlerweile gestorben. So wurde das laufende Verfahren beendet. Bis heute konnte nie geklärt werden, ob der Mieter sich während des Abrisses im Haus befand oder später dorthin ging. Genaue Gründe konnten auch nie geklärt werden. Das Haus steht nach wie vor im Tannenweg und eine Plane verdeckt das große Loch in Dach und Giebel. Abgerissen wurde es bisher nicht.