Florian Blaes/ newstr.de (24)

Es kam, wie es gemeldet und zu erwarten war. Nur wusste man im Vorfeld nicht, wo es heftisch werden würde und wie stark. In der Region Trier blieben die meisten glücklicherweise verschont. Außer ein Ort im Hunsrück.

In Talling bei Thalfang kam es am Fronleichnam gegen 17:30 Uhr zu einem Großeinsatz der Feuerwehr. Wie uns die Bewohner berichten, regnete es in Strömen etwa eine Stunde lang punktuell über dem Hunsrückort und löste eine kleine Sturzflut aus.

Über Maisfelder, die noch kaum bewachsen waren, suchte sich das Wasser den Weg in den Ort und flutete zahlreiche Ortsstraßen. Doch dabei blieb es nicht. Insgesamt liefen die Wassermassen in vier Häuser bzw. Keller und Garagen. Besonders schlimm traf es ein Mehrfamilienhaus in der Straße „Birkenallee“.  Hier strömte eine Wasser- und Schlammlawine in die Kellerwohnung und flutete diese kniehoch. Die betroffenen Bewohner berichteten von einer ungeheuren Wucht des Wassers, dass sich einfach den Weg suchte. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten alle Hände voll zu tun, die Keller leer zu pumpen und schließlich das besonders stark betroffene Haus vom Schlamm zu befreien. Um einen Schutz zu gewähren, wurden über 500 Sandsäcke hinter dem Haus zum Maisfeld hin errichtet. Auch Stunden nach dem Unwetter war die Feuerwehr noch mit Arbeiten beschäftigt. SO mussten die Gemeindestraßen mit sauberem Wasser vom Schlamm befreit werden. Die Ortsdurchfahrt war lange Zeit gesperrt. Am Feuerwehrgerätehaus in Thalfang wurden zur Vorbeugung vor möglichen weiteren Unwettern mehr als 700 Sandsäcke gefüllt. Trotz Feiertag lieferte ein Bauunternehmen aus Malborn den Sand an.

Die Bewohner übten unterdessen große Kritik an der Ortsgemeinde, da es alljährlich zu einer solchen Sturzflut bedingt durch das Maisfeld komme und man diese Schäden voraussehen konnte. Doch so stark sei es bislang noch nicht gewesen. Auf Nachfrage teilt die Ortsbürgermeisterin Bettina Hoff mit, dass es in der Tat schon mehrmals zu ähnlichen Unwetterereignissen gekommen sei und man jetzt dabei sei, dieses Problem mit einem Hochwasserschutzkonzept anzugehen.

Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte von FEZ und Wehrleitung VG Thalfang, die Feuerwehren aus Talling, Heidenburg, Gielert und Thalfang im Einsatz mehrere Stunden bis zum späten Abend im Einsatz.

Die Schäden, besonders in dem Mehrfamilienhaus werden groß sein. Wie hoch ist allerdings noch nicht abzuschätzen.