Rheinland-Pfalz hat über die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen entschieden. Am Montag (27.04.) und am (04.05.) starteten bzw. starten die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen und qualifikationsrelevanten Jahrgänge der allgemeinbildenden sowie berufsbildenden Schulen, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen, und die letzte Klasse der Grundschule beschult werden. Der Unterricht wird unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen stattfinden, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebotes durch reduzierte Lerngruppengrößen. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler werden weiterhin alternative Unterrichtsangebote zur Verfügung gestellt: Schülerinnen und Schüler in der Notfallbetreuung erhalten ein an die Situation angepasstes pädagogisches Angebot. Schülerinnen und Schüler, die zu Hause bleiben, erhalten von ihrer Schule differenzierte Lern- und Unterrichtsmaterialien.

Am 27.04.2020 begann die Prüfungsvorbereitung bzw. der Unterricht für folgende Prüfungs- und Abschlussklassen (erste Stufe):
G8GTS: 12. Jahrgangsstufe
Kollegs und Abendgymnasien
RS+FOS: 12. Jahrgangsstufe
Berufliche Gymnasien: 13. Jahrgangsstufe
BOS II, BOS I und duale BOS
HBF Oberstufe
BF II
Fachschule Oberstufe (für die Altenpflege und Altenpflegehilfe gibt es eine gesonderte Regelung)
letztes Ausbildungsjahr der Berufsschule
3-jährige Berufsfachschule

Am 04.05.2020 beginnt dann der Unterricht für folgende Klassen- und Jahrgangsstufen (zweite Stufe):
Grundschulen: Klassenstufe 4
RS+: Jahrgangsstufe 11 (FOS), Klassenstufe 10 und Klassenstufe 9
G9 Gymnasien: Jahrgangsstufen 12 und 11, Klassenstufe 10
G8 Gymnasien: Jahrgangsstufen 11 und 10
IGS: Jahrgangsstufe Jahrgangsstufen 12 und 11, Klassenstufen 10 und 9
Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Klassenstufen 10 und 9
Berufliches Gymnasium: Jahrgangsstufen 12 und 11
alle BVJ sowie BF I

Über den jeweiligen Zeitpunkt der Aufnahme des Unterrichts anderer Klassenstufen wird vor dem Hintergrund der Entwicklung der Infektionszahlen beraten. Trotz der Corona-Beschränkungen sollen alle Schülerinnen und Schüler vor den Sommerferien wieder die Schulen besuchen können – zumindest tageweise. Das bedeutet, dass so zum Beispiel eine Klasse aufgeteilt wird, wenn sie größer als 10 Schüler/innen ist. Die erste Klassenhälfte bekommt in der Woche A Unterricht und in muss in der Woche B zuhause bleiben und umgekehrt. Das schlagen die Kultusminister den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel in einem Konzept vor. Einen geregelten Schulablauf wird es aber aller Voraussicht nach in diesem Schuljahr nicht mehr geben.

Die Notbetreuung in den Schulen und Kindertagesstätten wird fortgesetzt und ausgeweitet.
Die Notbetreuung richtet sich vor allem an Berufsgruppen, deren Tätigkeiten zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung des Staates und der Grundversorgung der Bevölkerung notwendig sind, und zwar derzeit unabhängig davon, ob ein oder beide Elternteile diesen Berufsgruppen angehören. Außerdem an berufstätige Alleinerziehende und andere Sorgeberechtigte, die auf eine Betreuung angewiesen sind und keinerlei andere Betreuungslösung finden (Härtefälle). Bei der Notbetreuung folgt Rheinland-Pfalz dem Expertenrat von Virologen: Bestehende Gruppenstrukturen möglichst erhalten.

Am kommenden Donnerstag (30.04.) werden Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten darüber diskutieren und entscheiden.

 

Zusatz: Unterdessen hat ein Schüler der 4. Klasse ein Einspruch gegen den Start des Unterrichts am Montag eingereicht. In einem Eilverfahren wird das Verwaltungsgericht in Mainz noch diese Woche darüber entscheiden…