Es kam, wie es vorhergesagt wurde. Kleiner und kurzer Wintereinbruch in den Hochlagen von Eifel, Hunsrück und Hochwald. Doch eines war anders, als man es sonst von einem ersten Wintereinbruch erwartet und aus den letzten Jahren kennt. Das Verkehrschaos im Berufsverkehr blieb aus. Viele Verkehrsteilnehmer hatten vorschriftsweise ihre Winterreifen drauf und sind dem Wetter angepasst gefahren. Nur vereinzelte Probleme im Verkehr gab es.

Laut Stephan Moritz, LBM in Thalfang setzte der Schneefall in der Nacht gegen 2 Uhr ein. Zuvor gab es Eisregen bis in die Tieflagen. Eine dünne Eisschicht hatte sich auf den Autos, Gehwegen und Straßen gebildet. Doch auf den Straßen war die Lage schnell unter Kontrolle, die Streudienste hatten um 21 Uhr ihre Arbeit aufgenommen. Nach Angaben der Polizei gab es keine Unfälle.

Am frühen Morgen war sie dann da: Die weiße Pracht in Form von Schnee. Die Räum- und Streudienste waren im Dauereinsatz und haben die Strecken schnell frei bekommen.

Eifel: 

Ein Lkw-Fahrer meldete am 01.12.2020 der Polizei Daun, dass er mit seinem Lastzug auf der L29, zwischen Hillesheim und Gerolstein, am „Bewinger Berg“ steht und aufgrund überfrierender Nässe die bergauf verlaufende Straße nicht mehr weiterfahren kann. Ein zweiter Lkw, der an ihm vorbeifahren wollte, kam auch wegen der Glätte zum Stehen. Es folgten noch mehrere weitere Lkw, die an dem „Bewinger Berg“, aufgrund der überfrierenden Nässe, zum Stehen kamen. Die L29 musste in diesem Bereich daraufhin voll gesperrt und durch die Polizei abgesichert werden. Die sofort mobilisierte Straßenmeisterei Gerolstein ist mit zahlreichen Fahrzeugen ausgerückt, um zunächst in diesem Bereich und anschließend auf den anderen Straßen Salz zu streuen. Erst nach ca. 2 Stunden konnten die Lkw ihre Fahrt wieder fortsetzen und die Sperrung der L29 wurde wieder aufgehoben.

Hunsrück/ Hochwald: 

Auf der K 75 zwischen Kell am See und der Abbiegung Holzerath/ Reinsfeld kam im Kurvenbereich ein Auto links von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Der Fahrer blieb unverletzt, an dem Fahrzeug entstand hoher Schaden. Es wurde am Dienstag geborgen.

Auf der L 146  zwischen Holzerath und Schöndorf sind gleich mehrere Autos liegen geblieben und in den Straßengraben gerutscht. Hierbei waren Sommerreifen bei manchen Fahrzeugen die Ursache auf der glatten Fahrbahn. Auch ein Linienbus der Linie 33 von Hermeskeil nach Trier konnte die Fahrt auf glatter Straße erst einmal nicht fortsetzten, bis der Räum- und Streudienst durchgefahren ist.

Überall hieß es am frühen Morgen: Warm anziehen und Schnee schippen. Unter dem Schnee war dann noch das Eis welches mit Streusalz abgestreut werden musste. In der ganzen Region waren der Räum- und Streudienst bis zur Mittagszeit im Dauereinsatz. Im verlauf des Mittags wurde es wärmer.

Stephan Moritz, vom LBM in Thalfang sagt newstr.de im Gespräch: es war ein ganz normaler Wintereinbruch ohne größere Verkehrsproblemen. Unsere Fahrzeuge kamen sehr gut durch und haben ihr bestes gegeben. „Seit 18 Uhr am Montagabend haben wir im Bereich Thalfang 180 Tonnen Salz verbracht.“