Wintergewitter mit viel Schnee sorgt für LKW- Chaos und Unfälle

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B 269 Morbach- Birkenfeld
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Region. Erst Wasser, dann Wind und nun die weiße Pracht. Zumindest so erleben es die Menschen derzeit im Hochwald und dem Hunsrück. Hier kam es am späten Dienstagabend zu einem starken Wintergewitter und hat die Straßen innerhalb kurzer Zeit zu Rutschbahnen verwandelt.
Die Folge waren erste hängende LKW auf der B 407 bei Waldweiler. Auf einer Steigung der Hunsrückhöhenstraße kamen einige Lastwagen wegen der Glätte nicht mehr weiter und blockierten die Straße. Als der Winterdienst durchgefahren ist, ging es jedoch schnell wieder weiter.

Im starken Schneegestöber verlor ein Autofahrer auf der L 148 zwischen Bescheid und Beuren/ Hochwald die Kontrolle über das Fahrzeug und kam links von der Straße ab. Hierbei rutschte das Auto eine Böschung hinunter und kam dort zum Stillstand. Der Fahrer blieb unverletzt, an dem PKW entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Es musste geborgen werden.

Der Räum- und Streudienst war im Dauereinsatz, um die Straßen schnell wieder von Schnee und Eis zu befreien.

Am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr zog ein schweres Wintergewitter mit viel Schnee über den Hunsrück. Besonders betroffen war Thalfang und Morbach. Hier fielen in kurzer Zeit bis zu 10 Zentimeter Neuschnee.
Das hatte zufolge, dass es zu einem Verkehrschaos auf der B 327 zwischen Morbach und Gutenthal kam. Auf einer Steigungsstrecke blieben mehrere LKW hängen und mehr als 30 Lastwagen kamen folglich auch nicht mehr von der Stelle. Es bildete sich ein Kilometer langer Rückstau.

Zeitgleich kam auf der Birkenfelderstraße in Morbach ein Auto auf schneeglatter Straße von der Fahrbahn ab, riss ein Schild um und kam an einer Mauer zum Stillstand. Die Polizei sicherte die Unfallstelle ab, das Auto musste abgeschleppt werden.

Auf der B 269 zwischen Morbach und der Abfahrt zum Erbeskopf stellte sich ein LKW quer und blockierte die gesamte Fahrbahn. Es kam zu langen Staus. Hier mussten Schneeketten aufgezogen werden.
Auch Stefan Hoffmann aus Grimburg steht mit seinem LKW auf der B 269 im Stau. Er hat in seinem Lastzug mit Gespann Sand geladen und ist eigentlich vom Gewicht schwer genug, um voran zu kommen. „Dann gibt es LKW, die vor einem zum Stillstand kommen und dann kommen die dahinterfahrenden Lastwagen auch nicht mehr weiter“ ist er frustriert. Er steigt mit seiner Warnweste aus und will dem LKW, welcher vor ihm zum Stehen kam, helfen. „Er hat eigentlich gute Reifen, aber es hat sich so schnell eine Eisschicht gebildet, da kann man nichts mehr machen“ erklärt der LKW- Fahrer. Aber er mahnt auch viele andere Lastwagen an. „Es gibt aber sehr viele LKW, die haben einfach so schlechte Reifen, dass nichts mehr geht. Da reichen nur wenige Flocken auf der Straße.“ Meist sind es die ausländischen Lastwagen, die dann die Straßen blockieren.

Nicht nur auf den Bundesstraßen kam es zu hängenden LKW, auch die Landstraßen waren betroffen. Die Polizei musste zeitweise die L160 zwischen Morbach und Bruchweiler sperren. Auch auf der L164 zwischen Thalfang über dem Erbeskopf bis Allenbach und der L 150 Büdlicherbrück Richtung Thalfang kam er Verkehr zeitweise zum Erliegen.

Das starke Schneefallgebiet am Nachmittag war eng begrenzt. Wenn man Richtung Hermeskeil fuhr, war von der weißen Pracht nichts mehr zu sehen. Gleiches Bild hinter Morbach, je näher der Flughafen Hahn kam, umso weniger war es weiß. Der Räum- und Streudienst war zwar im Großeinsatz und dauerhaft unterwegs, aber durch die vielen Behinderungen, steckten auch diese fest. Nach 17 Uhr hatte sich die Lage wieder normalisiert und der LKW- Verkehr konnte langsam wieder abfließen.

Während die einen im Straßenverkehr mit den Folgen zu kämpfen haben, erfreuen sich andere an wunderbare weiße Landschaften im Nationalpark Hunsrück- Hochwald. Teilweise fielen bis zu 5cm Neuschnee.

Laut DWD zieht am Donnerstagvormittag erneut ein kräftiges Schneefallgebiet über die Region. Danach wird es milder.

(Blaes)